Kommen, sehen, hören, staunen: So lautete das Motto der Pfohren Pop Singers (PPS), die an ihrem 20. Geburtstag das Publikum auf einen Speicher zur Butzädä 2.0 entführten. Alle, die bislang nicht ahnten, wie spannend es sein kann auf dem Dachboden zu stöbern, wissen spätestens seit dem Wochenende, welche Schätze sich dort ansammeln können.

Auf die Idee zum Großputz waren die PPS auf der Suche nach einer Handlung für ihr drittes in Eigenregie produziertes Musical gekommen. Vom ersten Takt begeisterten die mittlerweile knapp drei Dutzend Sängerinnen und Sänger in pfiffigem Outfit. Gesan

glich hatte sie ihre Dirigentin Jelena Mirkov bestens vorbereitet, der Ablauf der Handlung war ein Gemeinschaftswerk des Chors. Der Mix an Liedern entfaltete sich zu einer Zeitreise durch zwei Jahrzehnte Chorgeschichte.

Die Handlung begann mit dem Auftauchen einer Musik-Juke-Box, die auf die App-Generation des Chores wie ein Fremdkörper aus längst vergangenen Tagen wirkte. Doch es entließen sich ihr flotte Lieder entlocken, bei denen alle wie beim Abba-Medley engagiert mitsangen. Die Youngsters bewiesen, dass sie auch ohne moderne Hilfsmittel gute Stimmen besitzen. Dann kam der große Moment, als eine Wunderlampe auftauchte. Das kräftige Reiben an dem verstaubten Gefäß verursachte ein bedrohliches Donnergrollen und Blitzgewitter, dem ein Flaschengeist in Person von Gastsänger Thomas Sausen entstieg.

In der Folge gab es eine Fülle an gesanglichen Soli, Duetten und Chorauftritten, die das Publikum von den Sitzen riss oder dazu bewegte, rhythmisch mit zu wippen oder mit zu klatschen. Die PPS griffen auf ihr bewährtes Repertoire zurück und rockten ihre Heimat, bevor sie ihrem Publikum eine Pause zum Verschnaufen gönnten. Im zweiten Teil zog eine Tanzgruppe mit Michael Jacksons Thriller die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit einem Hauch an Mystik wieder auf sich. Es folgten musikalische Ausflüge in die Welt von Joe Cocker bis Robbie Willams. Solistisch brillierten neben Flaschengeist Sausen, die aus Neudingen stammende Profi-Sängerin Bettina Kuhn und als Grease-Duo Alice Böhm und Giuseppe La Porta. Nach dem Samstagskonzert stieg eine Party. Die meisten der Zuhörer kehrten mit dem Gefühl heim, an einem besonderen Unterhaltungsabend dabei gewesen zu sein.