Die Stadt Tengen hat schon länger den Wunsch, Jugendliche mehr in politische Entscheidungen einzubinden. Zwar wurde die Jugend schon früher zu kommunalen Themen befragt. Es wurde etwa über die Sozialen Medien eine Standortsuche für den Jugendtreff initiiert und 2019 gab es ein Jugendforum vor den Kommunalwahlen.

Aber eine systematische Beteiligung der Jugendlichen aus der Kernstadt und den Teilorten gab es bisher nicht. Das soll sich nun aber ändern – mit den neuen Tengener Jugendvertretern.

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In Tengen und allen zugehörigen Gemeinden wurden alle 12- bis 18-Jährigen angeschrieben und zum Jugendforum mit anschließender Wahl in die Randenhalle eingeladen. Los ging es für die rund 40 anwesenden Jugendlichen mit einem interaktiven Workshop. Bürgermeister Marian Schreier äußerte sich begeistert, wie viele Jugendliche zur Wahl gekommen waren.

Bürgermeister Marian Schreier (Mitte) eröffnet das Tengener Jugendforum für die Wahl der Jugendvertretung. Viele Jugendliche waren ...
Bürgermeister Marian Schreier (Mitte) eröffnet das Tengener Jugendforum für die Wahl der Jugendvertretung. Viele Jugendliche waren gekommen. Bild: Uta Krauss

Zuerst ging es darum, zu analysieren, welchen Bedarf die Jugendlichen in Tengen haben. Es ging dabei auch um Fragen, wie: Wie zufrieden sind die Jugendlichen mit den Angeboten? und wohin könnte die Reise gehen?

Die Jugendlichen konnten sich nach einem ersten Ideenaustausch dann an Tischen zusammenfinden, um gemeinsam auszuarbeiten, was ihnen wichtig ist. Neben dem Schwerpunkt Treffpunkt für Jugendliche, wurde auch das Thema Mobilität und Öffentlicher Nahverkehr genauer unter die Lupe genommen. Die Motivation der Jugendlichen, sich einzubringen, um etwas zu bewegen, war unübersehbar.

13 Jugendliche stellen sich zur Wahl

Im Anschluss an den Workshop ging es an die Wahl. Nachdem Bürgermeister Schreier den Ablauf erklärt hatte, forderte er die Jugendlichen dazu auf, sich als Kandidat aufstellen zu lassen. Dieser Aufforderung kamen 13 Jugendliche nach.

Sie stellten sich und ihre Motivation für die Mitarbeiter in der Jugendvertretung kurz vor, danach ging es schon ans Wählen. Jeder Jugendliche konnte neun Stimmen vergeben.

Das sind die neuen Jugendvertreter

Drei Gemeinderätinnen und der Bürgermeister machten sich an die Auszählung der Wahlzettel. Die vier Jugendlichen, Lena Zeller, Rosalie Braun, Thore Westphal und Lilli Garschke, die sich bereits seit vergangenem Jahr für die Jugendvertretung stark gemacht hatten, erhielten die meisten Stimmen.

Weitere Mitglieder der ersten Jugendvertretung in Tengen wurden Bennet Wieland, Lilly Schipp, Aurelie Erhard und Annika Rigling. Zwischen Thalia Stier und Jara Leske musste die Münze entscheiden. Die beiden hatten gleich viele Stimmen erhalten. Thalia Stier hatte an diesem Tag das Glück auf ihrer Seite. Sie ist das neunte Mitglied der Tengener Jugendvertretung.

Lob für das Engagement der Jugendlichen

Bei der Wahlveranstaltung in der Randenhalle mit dabei waren auch drei Pionierinnen vom Schloss Blumenfeld. Sie hatten den Jugendlichen im vergangenen Jahr mit ihrer Expertise bei den Vorbereitungen für die Wahl der Jugendvertreter geholfen.

Bürgermeister Marian Schreier lobte die Jugendlichen: „Demokratie lebt davon, dass man eine Auswahl treffen kann.“ Die frisch gewählten Jugendlichen machten gleich schon Werbung für ihr Profil auf der Plattform Instagram mit dem Namen @TengenerJugend.

Sie forderten alle dazu auf, ihnen dort ihre Ideen für die Zukunft mitzuteilen. Bei so viel jugendlichem Engagement kann man gespannt sein, was in Tengen passieren wird – viele glauben: Da geht was!