Nina Mattes, Mitarbeiterin der Stadt Stockach, empfängt die Testpersonen im Foyer der Jahnhalle.
Nina Mattes, Mitarbeiterin der Stadt Stockach, empfängt die Testpersonen im Foyer der Jahnhalle. | Bild: Claudia Ladwig

Bei der ersten öffentlichen Schnelltest-Aktion in Stockach sorgte Nina Mattes, Mitarbeiterin der Stadt, für Ordnung: Sie empfing die Testpersonen im Foyer der Jahnhalle und war die erste Ansprechpartnerin. Dank der guten Organisation vor Ort entstanden keine Warteschlangen. Nur kurzfristig bildete sich eine kleine Gruppe, weil einige Testteilnehmer etwas zu früh erschienen. Manfred Jüppner, Leiter des Ortsvereins Stockach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. „Alles lief zack-zack. Weil die Zettel zum Teil schon vorausgefüllt waren, konnten wir uns ganz auf unsere Arbeit konzentrieren.“

Vorsichtig führt Uli Äschbach das Stäbchen ganz hoch in die Nase ein.
Vorsichtig führt Uli Äschbach das Stäbchen ganz hoch in die Nase ein. | Bild: Claudia Ladwig

Manfred Jüppner und Uli Äschbach nahmen die Abstriche in vier Kabinen vor. Die beiden DRK-Mitglieder erklärten zunächst, was passieren würde. „Doktor Peter Mayr hat uns gezeigt, wie wir vorgehen müssen. Wir haben bei uns gegenseitig geübt“, verriet Jüppner die Vorbereitungen zur Testaktion. Die körperlichen Gegebenheiten seien bei jedem etwas anders. Manche Menschen seien ganz empfindlich, bei anderen funktioniere es problemlos. „Ich wurde schon vier Mal getestet. Man gewöhnt sich daran“, so Manfred Jüppner.

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Die sechs Helfer vom DRK haben sich perfekt organisiert. Auf dem Bild sind (von links) Renate Werkmeister, Manfred Jüppner, Lea Diebold, Uli Aeschbach und Katja Senger zu sehen.
Die sechs Helfer vom DRK haben sich perfekt organisiert. Auf dem Bild sind (von links) Renate Werkmeister, Manfred Jüppner, Lea Diebold, Uli Aeschbach und Katja Senger zu sehen. | Bild: Claudia Ladwig

Während die Männer die Abstriche machten, kümmerten sich die Frauen um das Labor. Die Auswertung war zeitaufwendiger, wurde aber ohne Hektik konzentriert durchgeführt und dokumentiert. Jeder Getestete erhielt eine Bescheinigung. Es sei nicht so leicht, Helfer zu finden, sagte Manfred Jüppner. Manche seien schon geimpft, doch für die anderen bestehe ein gewisses Risiko.

In der Jahnhalle stehen mehr als genug Stühle für die Wartenden bereit.
In der Jahnhalle stehen mehr als genug Stühle für die Wartenden bereit. | Bild: Claudia Ladwig

Die Wartezeit nach dem Test betrug rund 15 Minuten. Die Anwesenden verhielten sich den gesamten Vormittag über äußerst diszipliniert, lobte Manfred Jüppner. Die Jahnhalle sei für diese Testung genau richtig, da der Luftraum hier größer und die Ansteckungsgefahr dadurch geringer sei als beispielsweise im Bürgerhaus. Rund 200 Personen wurden im Akkord getestet, niemand war positiv. Jüppner sagte, wenn die Stadt es wolle, könne das DRK am Samstag vor Ostern mit drei Teams bis zu 320 Personen testen.

DRK-Helferin Christa Riffler überreicht den Nachweis an Uwe Ladwig.
DRK-Helferin Christa Riffler überreicht den Nachweis an Uwe Ladwig. | Bild: Claudia Ladwig

Nach der Auswertung wurde das Ergebnis den Testpersonen überreicht. Wäre jemand positiv auf das Corona-Virus getestet worden, hätten ihn die DRK-Helfer in freiwillige Quarantäne geschickt und aufgefordert, beim Arzt einen PCR-Test zu machen, um das Ergebnis zu bestätigen. Außerdem gingen die Ergebnisse ans Gesundheitsamt, teilte Manfred Jüppner mit. Der Test stelle zwar nur eine Momentaufnahme dar, doch viele Teilnehmer hätten sichergehen wollten, nicht infiziert zu sein, weil sie etwas Konkretes vorhatten.

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Bild: Claudia Ladwig

Nur das DRK-Fahrzeug vor dem Eingang der Jahnhalle wies während der Aktion darauf hin, dass dort eine Veranstaltung stattfand. Dank der guten Zusammenarbeit der DRK-Helfer und der Stadt verlief die erste größere Testaktion für die Öffentlichkeit reibungslos. 209 Personen waren angemeldet, einige von ihnen kamen jedoch nicht. Für andere, die rechtzeitig abgesagt hatten, rutschten Menschen aus der Warteliste nach. Neben der kompletten Belegschaft eines Stockacher Betriebes waren ebenso wie Familien, Paare und Einzelpersonen dabei.

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