Stockach Abteilungswehr Hoppetenzell 2016 mit 26 Einsätzen

Schwere Unwetter erforderten häufig technische Hilfe. Zu 89 Prozent sei technische Hilfe geleistet worden, vor allem nach den Unwettern mit Starkregenfällen.

"Man hat gesehen, wie einsatzstark wir sind – auch zusammen mit unseren Nachbarwehren", bilanzierte Abteilungskommandant Daniel Traber bei der Hauptversammlung der Abteilungswehr Hoppetenzell das zurückliegende Jahr. Zu 26 Einsätzen war die Abteilungswehr im Jahr 2016 gerufen worden, bei vieren war jedoch kein Eingreifen nötig. Zu 89 Prozent musste technische Hilfe geleistet werden, vor allem nach den Unwettern mit sintflutartigen Regenfällen. In Hoppetenzell war der Mühlbach zweimal über die Ufer getreten, in Zizenhausen brachte der Tobelbach eine Schlammlawine mit sich, die Bundesstraße war überflutet. Schachtdeckel mussten geöffnet, Keller ausgepumpt und der Schlamm beseitigt werden. In Hoppetenzell war eine Linde auf ein Wohnhaus gestürzt und wurde von der Drehleiter der Stockacher Abteilung aus entfernt.

Einen schweren Verkehrsunfall gab es zwischen Hoppetenzell und Mühlweiler. Hier habe sich die sinnvolle Zusammenarbeit der Wehren bestätigt: vorbildlich seien das rasche Eintreffen der Hoppetenzeller, die die Unfallstelle sicherten und Erstmaßnahmen durchführten gewesen in Kombination mit der Stockacher Feuerwehr, die mit dem entsprechenden Werkzeug den Fahrer befreien konnte.

18 Proben absolvierte die Hoppetenzeller Wehr und gemeinsam mit der Abteilungswehr Zizenhausen die Hauptübung an der Grundschule Zizenhausen mit einem angenommenen Schwelbrand. Tobias Auer und Niko Sackmann waren bei jeder Probe dabei, Kerstin Traber und Christin Thum fehlten nur ein Mal.

Beim Georgsfest sorgte die Wehr für die Sicherung der Verkehrswege und am Volkstrauertag nahm sie an der Feier teil, berichtete Schriftführer Markus Grömminger. Rohre für Fahnenmasten einzubauen, Wasserbehälter am Friedhof aufzufüllen, Hydranten zu spülen und 150 bis 200 Sandsäcke zurückzuholen waren weitere Arbeiten. Mit der alten Spritze ist man vom Gerätehaus ins Vereinsgebäude an der ehemaligen Schule umgezogen und ein Kind im Rollstuhl überraschte man mit einer Sondervorführung. Ein Truppführer, sechs Atemschutzträger und ein Maschinist wurden 2016 ausgebildet.

Sorgen bereitet der Wehr ihr Einsatzfahrzeug, das fünfmal in die Werkstatt musste. "Das für die Raithaslacher Wehr in Auftrag gegebene MLF (Mittleres Löschfahrzeug) soll richtungsweisend für die Ersatzbeschaffungen in Hoppetenzell und Seelfingen sein," informierte Gesamtkommandant Uwe Hartmann. Gemeinsam mit dem MTW für die Stadt wurden die Zuschussanträge an den Landkreis gestellt. Erfahrungsgemäß komme jedoch nur die Hälfte der Anträge zum Zuge, so Hartmann. Bis zum Sommer werde man die neuen Uniformen für alle angeschafft haben. Noch in diesem Jahr erhalten alle Atemschutzträger eine neue Einsatzjacke.

Jürgen Wegmann dankte im Namen der Bevölkerung und des Ortschaftsrats der Wehr: "Wir sind sehr froh, dass wir hier im Ort eine schlagkräftige Truppe haben!" Bernd Joos, Abteilungskommandant der Zizenhauser Wehr sagte: "Unsere Übungen funktionieren hervorragend zusammen und die Einsätze noch viel besser."

 

Abteilungswehr

  • Mitglieder: Die Wehr hat 32 aktive Feuerwehrleute mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren, vier Personen in der Altersabteilung, vier Jugendliche in der Jugendfeuerwehr
  • Vorstand: Abteilungskommandant: Daniel Traber, Stellvertreter: Tobias Auer; Schriftführer: Markus Grömminger; Kassier: Berthold Egger. Infos im Internet: www.ffw.hoppetenzell.de

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