Die Narren der Poppele-Zunft können auf eine erfolgreiche Fastnacht 2019/20 zurückblicken – das zeigte der Rückblick von Zunftmeister Stephan Glunk bei der Mitgliederversammlung im Bürgersaal. Dazu trugen die zahlreichen Aktivitäten der Mitglieder bei den Veranstaltungen und ganz persönliche Einsätze auch intern bei. Das gute Miteinander im Verein zeigte sich in der Wahl des Vorstands, der alte wurde en bloc und einstimmig wiedergewählt.

Narrentreffen jetzt schon abgesagt

„Wir hatten gerade eine wunderbare Fastnacht gefeiert, vom Virus wurde schon geredet, aber dann kam es zum Lockdown“, berichtete Glunk. Eine der Folgen: Die Ratssitzungen mit Manöverkritik konnten nicht mehr abgehalten werden. Vorbereitungen für eine Fastnacht 2021 stehen bisher auch nicht auf dem Plan, denn schon jetzt seien alle Narrentreffen abgesagt. „Wir können uns auch einen Umzug nicht vorstellen“, doch schließt Glunk eine Fastnacht im kleinen Rahmen mit Narrenbaumstellen am Rathausplatz nicht aus. Bis Ende Oktober neue Regelungen kommen, hänge man in der Luft. Illusorisch seien im Moment die Saalveranstaltungen. Verständnis hat Glunk für die Stadt, die in der derzeitigen Lage die Umbaupläne für die Scheffelhalle zurückgestellt hat.

Poppele gilt als hochaktive Zunft

Aber auch wenn Fastnacht 2021 ausfallen würde wie schon mal: „Die Fastnacht wird nicht untergehen“, ist Stephan Glunk überzeugt. Dafür steht nicht zuletzt die Poppele-Zunft selbst, die aus Mangel an Bewerbern und auf Bitte des Präsidiums die Hauptversammlung der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte im Januar 2020 für fast 800 Narren aus über 70 Mitgliedszünften ausrichtete. Nach 1993 zum zweiten Mal durchgeführt, waren fast 250 Mitglieder der Poppele-Zunft als Helfer im Einsatz.

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Ihnen wie auch vielen anderen Mitgliedern sprach der Zunftmeister ein großes Lob aus. Mit Freude erinnerte er an die Narrentreffen in Pfullendorf und Bad Cannstatt: „Wir geben mit unserer Vielfalt an Einzelfiguren und Gruppen immer ein ganz hervorragendes Bild ab, und die musikalisch-rhythmische Lebendigkeit unseres Fasnetsrufs bringt dann schon ein anderes Leben in die Zuschauermenge als ein doch recht eintöniges „Narri Narro“.

Die Saalveranstaltungen wie Narrenspiegel in der Stadthalle und Zunftball in der Scheffelhalle seien wieder sehr gelungen gewesen. Der Rebwieberball im Hammer sei ebenfalls ein toller Erfolg gewesen. Der gute Besuch der Martinisitzung im Krüüzsaal mit Gästen wie OB und Bürgermeisterin habe wieder mal gezeigt, welch hohen Stellenwert diese Sitzung im gesellschaftlichen Leben der Stadt einnehme. Weniger besucht sei der Närrische Jahrmarkt gewesen, Gründe sieht Glunk im Wegfall des Närrischen Ohrwurms und zunehmende Veranstaltungen rund um Singen.

Säckelmeister mit Ergebnis zufrieden

Säckelmeister Holger Marxer ist mit dem Gewinn der Fastnacht 2019 von rund 20.800 Euro rundum zufrieden. Ein Sorgenkind aus kaufmännischer Sicht sei der Rathausplatz. Als Anlaufpunkt für alle müsse für Sicherheit und Equipment immer mehr investiert werden. „Wir haben den Auftrag, die Menschen mitzunehmen, daher wird das jedes Jahr ein Thema sein“, sieht Marxer die Zunft in der Pflicht.