Das Amtsgericht Singen hat einen 27-Jährigen wegen besonders schweren Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten ohne Bewährung verurteilt. Der Angeklagte hatte während der Verhandlung zugegeben, im vergangenen Januar in eine Apotheke in Engen eingebrochen zu haben. Dabei hatte er etwa 315 Euro entwendet und einen Sachschaden in Höhe von 400 Euro verursacht. Nach der anschließenden Flucht hatte die Polizei den Täter festnehmen können. Er hatte sich in einem Waldstück auf einem Baum versteckt gehabt und war von dort bei einem Polizeieinsatz herunter geholt worden.

Aufgrund übereinstimmender DNA-Spuren konnte dem Mann auch ein Einbruchsdiebstahl aus dem Jahr 2012 in Mainz nachgewiesen werden. Damals war er in eine Zahnarztpraxis eingedrungen. "Man könnte auf die Idee kommen, dass Sie als reisender Täter unterwegs gewesen waren", sagte der Vorsitzende Richter. Dies dementierte der 27-Jährige. Er sei in Deutschland zwar auf Reisen gewesen, aber nicht um Straftaten zu begehen. Er habe aber Geld zum Reisen gebraucht und dieses deshalb gestohlen.

Hoffnung auf eine positive Sozialprognose hatte das Gericht nicht, denn etlichen anderen Straftaten war der Angeklagte bereits überführt worden. Immer wieder war in der Verhandlung von Diebstahl und Körperverletzung die Rede. Insgesamt war der 27-Jährige bereits mehrfach in verschiedenen Ländern straffällig und inhaftiert. Der Staatsanwalt forderte, mit dem Strafmaß ein Signal zu setzen. Das Amtsgericht verurteilte den 27-Jährigen schließlich zu einer Haftstrafe ohne Bewährung.