Singen Hotel und Boardinghouse im Schatten des Hegau-Towers: In der Stadt Singen wird munter weiter am Umbau des Zentrums gearbeitet

Die Stadtverwaltung legte die Pläne für das nächste Großprojekt in Singen vor. Der zuständige Gemeinderatsausschuss signalisierte bei der Vorabinformation schon einmal seine grundsätzliche Zustimmung.

Die nächste Großbaustelle in der Singener Innenstadt ist bereits in Planung. Die Stadtverwaltung informierte die Mitglieder des Gemeinderatsausschusses für Stadtplanung und Bauen in deren jüngsten Sitzung über den Bau eines Hotels sowie eines sogenannten Boardinghouses (siehe Infokasten) an der Maggistraße.

Laut Thomas Mügge vom Bauamt hat das in Nachbarschaft zum Hegau-Tower zur Verfügung stehende Areal eine Größe von rund 5400 Quadratmetern. Für das fünfgeschossige Hotel mit 160 Zimmern werde eine Grundfläche von 1200 Quadratmetern benötigt, das Boardinghouse (69 Apartments) mit einem etwas geringeren Grundflächenbedarf soll im hinteren Bereich des Hotels entstehen. Ein dadurch entstehender Innenbereich ist als Parkfläche vorgesehen, zudem ist der Bau einer Tiefgarage geplant.

Beide Bauten sollen aufeinander abgestimmt sein 

Hinter dem Hotel beziehungsweise Boardinghouse stehen laut Thomas Mügge unterschiedliche Investoren und Betreiber. Dennoch seien die beiden Komplexe architektonisch aufeinander abgestimmt. Das gilt sowohl für die Größe als auch für die Formensprache.

Das Hotel soll eine Höhe von 17,40 Metern (beziehungsweise 19,80 im Bereich des Treppenhauses) haben, das Boardinghouse ist mit 22 Metern etwas höher geplant. Thomas Mügge legte dazu eine Darstellung zu den in der Nähe liegenden Gebäuden vor, wonach die Höhen der geplanten Komplexe zur Umgebung passen.

Bei der Optik geht man bei der Stadtverwaltung von einem gehobenen architektonischen Anspruch aus. Als augenfälliges Beispiel verwies Thomas Mügge auf die zweigeschossig geplanten Fenster des Hotels, nicht zuletzt ergeben sich die hohen Erwartungen an die Formensprache für ihn aus der Nachbarschaft zum architektonisch herausragenden Hegau-Tower.

Ausschussmitglieder signalisieren Zustimmung 

Obwohl das Projekt nach der Übermittlung zusätzlicher Informationen an die Fraktionen nochmals ausführlich besprochen werden soll, gab es von den Ausschussmitgliedern schon einmal vorab deutliche Signale prinzipieller Zustimmung. Die Nachfragen der Stadträte waren zumeist informeller Art.

Für Walafried Schrotts (SPD) Befürchtung einer etwaigen signifikanten Steigerung des Verkehrsaufkommens in der Rielasingerstraße gibt es laut Thomas Mügge keine Anhaltspunkte und bei den von Sabine Danassis (Grüne) vorgetragenen Bedenken wegen der Versiegelung von Flächen für die oberirdischen Parkplätze verwies der Bauverwaltungsfachmann auf die relativen Freiheiten in Gewerbegebieten. Den Einwand von Angelika Berner-Assfalg (CDU), die die Gefahr von Überkapazitäten im Hotelbereich ansprach, nutzte Oberbürgermeister Bernd Häusler zu einem Bekenntnis zur Marktwirtschaft. Er geht davon aus, dass die Investoren wissen, was sie tun.

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