Rielasingen-Worblingen – Als sich Nadine Hahn zur Gemeinderatswahl aufstellen ließ, hatte sie nicht mit einem Wahlerfolg gerechnet. Ihr frisch angetrauter Ehemann Mario Hahn wusste es schon eher: „Ich habe doch gewusst, das klappt“, sollte er Recht behalten.

Mit insgesamt 1544 Stimmen zieht sie für die CDU-Fraktion in den neuen Gemeinderat der Doppelgemeinde ein. Eine spannende Aufgabe komme da auf sie zu, freut sich die quirlige 36-Jährige auf das neue Amt.

Mit 1544 Stimmen ein starkes Ergebnis

Entstanden war die Idee der Aufstellung zur Wahl im Bekannten- und Kollegenkreis. Besonders Mitarbeiter und Bewohner des Pflegezentrums St. Verena hatten sie immer wieder darauf angesprochen. Denn auch bei der täglichen Arbeit als Leiterin der Sozialstation des Pflegezentrums muss sich Nadine Hahn in andere Menschen und Situationen einfühlen.

Das „Projekt Hochzeit“ sei seit kurzem abgeschlossen und nun möchte sie sich in das spannende „Projekt Gemeinderat“ einbringen. Ehemann Mario freut sich mit ihr über den Wahlerfolg und will seine Ehefrau in der Tätigkeit als Gemeinderätin unterstützen. In Sachen Zeitaufwand machen sich die Hahns keine Sorgen, beide seien es gewohnt, aktiv zu sein.

Keine Angst vor dem Neuland Kommunalpolitik

Nadine Hahn ist vielseitig interessiert. Ihr Steckenpferd in der Kommunalpolitik ist das soziale und altersgerechte Leben in der Gemeinde. Im Arbeitsalltag muss sie sich oft in neue Themen einarbeiten, sie wird dies auch bei den anstehenden Themen in der Gemeinde tun. Die junge Frau möchte sich komplett auf die Kommunalpolitik einlassen, Angst davor hat sie keine, auch wenn die Gemeinderatsarbeit absolutes Neuland für sie ist.

Für Diskussionen wünscht sich Hahn Respekt – und die Fähigkeit, sich in den anderen hineinzuversetzen

Nadine Hahn ist eine starke Persönlichkeit, die über sich selbst sagt, sie könne gut diskutieren und dabei ihre Meinung vertreten. Sie ist kreativ und innovativ. „Für eine Diskussion wünsche ich mir einen respektvollen Umgang auf einer guten Ebene“, erklärt die neue Gemeinderätin im Hinblick auf das Miteinander am Ratstisch.

Auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist, ist ihr eine faire und offene Diskussion und ein anständiger Umgangston wichtig. Dabei müsse man sich auch in andere Sichtweisen hineinversetzen können.

Auf der Ebene der Kommunalpolitik sei eine Parteizugehörigkeit gut, aber nicht ausschlaggebend. Sich in der Kommunalpolitik streng an parteiliche Vorgaben zu halten, findet Nadine Hahn nicht zeitgemäß, davon sollte man sich ihrer Meinung nach lösen.

Zur Serie: In der Serie „Neu im Rat“ berichtet der SÜDKURIER nicht nur über die Erwartungen von neugewählten Gemeinderäten an die Politik, zugleich geht es um die Folgen des zeitaufwändigen Ehrenamts für den Alltag