Auf dem Flugplatz Konstanz ist am frühen Mittwochnachmittag ein Flugzeug verunglückt. Nach den bisherigen Erkenntnissen geriet die Maschine beim Startvorgang gegen 14:35 Uhr kurz vor dem Abheben aus noch unklarer Ursache außer Kontrolle und prallte gegen einen angrenzenden Zaun der Zufahrtsstraße des Flugplatzgeländes. Dabei überschlug sich die Maschine und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Bild: Brumm, Benjamin

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befanden sich die beiden Insassen schon nicht mehr in der Maschine und wurden von Mitarbeitern des Flugplatzes und Ersthelfern betreut.

Gutachter beauftragt

Zehn Polizisten, 14 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Rettungsdienst und die Luftrettung waren im Einsatz. Da Betriebsstoffe ausliefen, sicherte die Feuerwehr das Wrack.

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Gebrannt hatte die Maschine nicht. Der Flugplatz wurde gesperrt, private Starts und Landungen waren während des Einsatzes nicht möglich.

Warum es zu dem Unglück mit der Maschine einer Flugschule aus Rheinland-Pfalz kam, ist noch unklar. Der Polizeiposten Friedrichshafen-Flughafen untersuchte die Unglücksstelle und das Wrack und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zur Klärung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft einen Gutachter beauftragt. Ob der Tower des Flugplatzes verwertbares Videoüberwachungsmaterial hat, stand am Mittwochabend noch nicht fest.

Insassen in Krankenhaus eingeliefert

Bei den beiden Insassen wurde standardmäßig ein Alkoholtest veranlasst, falls es beispielsweise im Nachhinein Schadensersatzforderungen oder Vorwürfe wegen fahrlässiger Körperverletzung geben sollte. Die beiden verunglückten Personen waren ansprechbar, wurden vor Ort notärztlich versorgt. Der Helikopter der Luftrettung, der angefordert war, wurde nicht benötigt und konnte nach kurzer Zeit wieder starten.

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Die beiden Insassen wurden nach der Erstversorgung an der Unfallstelle zur weiteren Behandlung in das Konstanzer Krankenhaus eingeliefert. Das Flugzeug hat nach Angaben der Pressestelle der Polizei vermutlich einen Totalschaden.

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