Der Schlafraum für den Kindergarten-Anbau bekommt Betten auf und unter Podesten, die für alle das Richtige bieten. Manche wollen in der Höhe schlafen, andere eine behütete Rückzugsmöglichkeit, erklärt die Kindergartenleiterin Melanie Schulz-Schulze.

Diese Variante war eine von insgesamt drei, über die der Gemeinderat gesprochen hat. Sie ist mit 6400 Euro zwar 1500 Euro teurer als die anderen, doch die Räte waren sich einig, dass die Kinder das bekommen sollen, was zu den Bedürfnissen passt. "Es ist sinnvoll, zu nehmen, was der Kindergarten möchte", sagte Robert Hermann (CDU). Alessandro Ribaudo (CDU) stimmte zu, denn das Personal wisse, was für die Kinder wichtig sei: "Da soll es am Geld nicht scheitern." Klaus Gohl (Freie Wähler) schloss sich ebenfalls an.

Kindergartenleiterin Melanie Schulz-Schulze steht auf der für die Kinder unzugänglichen Baustelle im späteren Speiseraum. Die Tür hinten führt zum Fluchtbalkon und Richtung Straße. Bild: Ramona Löffler
Kindergartenleiterin Melanie Schulz-Schulze steht auf der für die Kinder unzugänglichen Baustelle im späteren Speiseraum. Die Tür hinten führt zum Fluchtbalkon und Richtung Straße. Bild: Ramona Löffler | Bild: Löffler, Ramona

"Die Baustelle ist für die Kinder sehr interessant", erzählte die Kindergartenleiterin. Durch die Fenster beobachteten die Kinder immer, was passiere. Das Thema Baustelle finde sich viel im Kindergartenalltag, zum Beispiel in gemalten Bildern. Es gebe auch eine Fotodokumentation der Baufortschritte, die wahrscheinlich beim Eröffnungsfest zu sehen sein werde.

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"Wir freuen uns riesig über den Anbau", sagte Melanie Schulz-Schulze im Gemeinderat. Sie gab einen Überblick über die Belegung des Kindergartens: Die künftige dritte Gruppe, die im Altbau möglich ist, wenn Schlaf- und Speiseraum im Anbau sind, bekomme zehn Ganztagesplätze. Momentan seien vier Kinder auf der Warteliste, aber das ändere sich ständig. Zum Ende des Kindergartenjahres wechseln 17 Kinder in die Grundschule. Wieviele dann neu kämen, sei noch nicht klar.

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Der Gemeinderat hat neben den Schlafpodesten auch über eine Reihe anderer Vergaben für den Kindergarten-Anbau entschieden: Fließenarbeiten in den Sanitärräumen (10 600 Euro), Linoleum-Bodenbelag in Schlaf- und Speiseraum (7000 Euro), Schlosserarbeiten (5600 Euro), Türen und Zargen (7600 Euro), Brandschutzanlage (6700 Euro) und Trennwände im WC (1140 Euro).

Bürgermeister Matthias Weckbach erklärte außerdem noch, dass die Zusatzangebote Englisch und Musik mit den Kindergartenzeiten im kommenden Kindergartenjahr entflochten werden sollen. Das sei besser so, weil so diese private Angebote extra seien.