„Wir sind immer noch dankbar, dass wir beim Flugabsturz vor 18 Jahren so viel Glück hatten und selbst von einer Katastrophe verschont blieben“, sagen Andreas und Katharina Martin aus Nesselwangen, die schon damals nur wenige Kilometer vom Unglücksort entfernt gewohnt hatten. Kurz vor Mitternacht waren am 1. Juli 2002 nach der Kollision zweier Flugzeuge 71 Menschen gestorben, darunter zahlreiche Kinder aus Baschkortostan, die mit einer Reise nach Barcelona für ihre guten Leistungen belohnt werden sollten.

Mit einem Schaukasten informiert der Verein „Brücke nach Ufa“ jetzt bei der offiziellen Gedenkstätte für den Flugzeugabsturz von 2002 an das Unglück von damals und die eigene Arbeit. Im Bild von links Andreas Martin und seine Frau Katharina aus Nesselwangen sowie Reinhard Martin aus Hohenbodman.
Mit einem Schaukasten informiert der Verein „Brücke nach Ufa“ jetzt bei der offiziellen Gedenkstätte für den Flugzeugabsturz von 2002 an das Unglück von damals und die eigene Arbeit. Im Bild von links Andreas Martin und seine Frau Katharina aus Nesselwangen sowie Reinhard Martin aus Hohenbodman. | Bild: Hanspeter Walter

Die Erinnerung an das Unglück, bei dem Überlingen und Owingen großes Glück hatten, und den Kontakt zu den Hinterbliebenen hält seitdem vor allem der Verein „Brücke nach Ufa“ aufrecht. Immer wieder kommen auch Spaziergänger zu der Gedenkstätte am Waldrand bei Brachenreuthe, für die die Bildhauerin Andrea Zaumseil mit großen Edelstahlkugeln das Symbol einer zerbrochenen Perlenkette geschaffen hat.

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Jetzt hat der Verein „Brücke nach Ufa“ in Eigenarbeit einen Schaukasten installiert, der mit den wichtigsten Informationen über das Unglück und die Arbeit des Vereins informiert. „Die Genehmigung dafür haben wir schon vor längerer Zeit von der Stadt bekommen“, sagt Andreas Martin, der Schriftführer des Vereins, „und mit dem Forstamt haben wir den Standort abgesprochen.“

Angehörige der russischen Absturzopfer trauern mit Blumen und Kränzen am zerstörten Heck der Tupolew 154. Bei einer Flugzeug-Katastrophe mit zwei Maschinen über Überlingen sind vor 18 Jahren 71 Menschen beim Absturz ums Leben gekommen.
Angehörige der russischen Absturzopfer trauern mit Blumen und Kränzen am zerstörten Heck der Tupolew 154. Bei einer Flugzeug-Katastrophe mit zwei Maschinen über Überlingen sind vor 18 Jahren 71 Menschen beim Absturz ums Leben gekommen. | Bild: Rolf Haid/dpa

Rechtzeitig zum 18. Jahrestag des Unglücks haben die Aktiven nun den Schaukasten montiert und mit Informationen bestückt. Auch mit einem Plakat der Landesgartenschau, denn während des großen Events wollte die „Brücke nach Ufa“ auch Führungen an der Gedenkstätte anbieten. Martin: „Das werden wir nun eben im kommenden Jahr machen.“

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Jedes Jahr am 1. Juli organisiert der Verein eine Gedenkveranstaltung vor Ort. Zum 15. Jahrestag 2017 war ein Vertreter der Landesregierung angereist. In der kommenden Woche wird es am Mittwoch, 1. Juli, um 20 Uhr zum 18. Jahrestag des Unglücks wieder bei einem kurzen Gedenken bleiben. Auch hier werden von Mitgliedern des Vereins alle Namen der Opfer verlesen.

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