Nicht wirklich viele gute Nachrichten hatte Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann bei der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz der Messe Friedrichshafen im Gepäck. Das Jahr 2019 lief deutlich schlechter als die Vorjahre. Der Umsatz sank auf knapp 26,6 Millionen Euro, 2018 lag dieser noch bei 36 Millionen Euro. Dieser Rückgang war zwar erwartungsgemäß, weil die Messe Outdoor erstmals in München statt in Friedrichshafen stattfand. Aber auch andere Messen hatten 2019 eine Pause eingelegt, etwa die Fakuma oder die Fruchtwelt Bodensee. Insgesamt, so erläuterte es der Geschäftsführer, lag das Jahresergebnis leicht im Plus mit 270 000 Euro. Der Schuldenstand lag 2019 bei 36 Millionen Euro.

Bildunterschrift
Bild: Mommsen, Kerstin

26 Messen sind 2020 ausgefallen

Doch die sowieso schon gebeutelte Messe muss nun schauen, wie sie in diesem Jahr überhaupt über die Runden kommen wird. Insgesamt fielen wegen der Corona-Pandemie 26 Messen komplett aus. „Wie hoch die Einbußen genau sind, können wir noch nicht beziffern“, erklärte Messe-Chef Klaus Wellmann. Das Worst-Case-Szenario kann die Messe dagegen schon beziffern. „Falls alle Messen in diesem Jahr ausfallen, müssen wir mit 15 Millionen Euro Schaden rechnen“, so Prokurist Stefan Mittag.

Neustart mit der Interboot

„Wir sind optimistisch, dass wir im Herbst wieder mit der Interboot starten können“, sagte Klaus Wellmann. Die Vorbereitungen dazu liefen bereits, die Messe könne mit einer veränderten Planung die Corona-Vorgaben des Landes einhalten. Dazu werde ein Schutz- und Hygienekonzept organisiert.

Bild: Anette Bengelsdorf

Wenn nichts mehr dazwischen kommt, sollen in diesem Jahr auch die Eurobike und die Fakuma sowie weitere Veranstaltungen stattfinden.

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Staatliche Zuschüsse wird es wohl nicht geben

„Der fiese Parasit Coronavirus hat unsere Jahresplanung durcheinandergebracht, obwohl das Messejahr gut gestartet war“, sagte Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann. Die Corona-Krise sei für die gesamte Messebranche außerordentlich schwierig, weil es schwer sei, in die Zukunft zu blicken.

Staatliche Zuschüsse wird es für die Messe Friedrichshafen wohl nicht geben, weil sie in kommunaler Hand liegt. Die Stadt Friedrichshafen ist Hauptgesellschafter der Besitzgesellschaft Internationale Bodenseemesse Friedrichshafen AG. „Wir sind derzeit in Gesprächen mit dem Land Baden-Württemberg dazu“, sagte Messe-Chef Klaus Wellmann.

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