Konstanz Ergebnis der Toxikologie liegt vor: Täter vom Grey hatte Alkohol und Drogen im Blut

Polizei und Staatsanwaltschaft stellen nach der Auswertung der toxikologischen Untersuchung fest, dass der 34-jährige Mann bei seinem Schusswechsel im Grey zur Tatzeit stark alkoholisiert war und unter Einfluss unterschiedlicher Drogen stand.

Der 34-jährige Täter, der in der Nacht von 29. auf 30. Juli durch einen Schusswechsel mit der Polizei vor der Diskothek Grey getötet worden war, hat zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss mehrerer berauschender Mittel gestanden. Der Mann schoss in den frühen Morgenstunden des 30. Juli vor und in der Diskothek und tötete dabei einen 50-jährigen Mann.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Konstanz in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Dienstagmittag bekannt gaben, lag der Blutalkoholwert bei 1,57 Promille. Zudem habe der 34-Jährige laut der Pressemitteilung „deutlich unter Einfluss von Kokain und THC sowie sedierend wirkender Medikamente“ gestanden. Dies gehe aus dem zwischenzeitlich vorliegenden vorläufigen Ergebnis der toxikologischen Untersuchung hervor. Unter Sedierung versteht die Medizin die Dämpfung des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel. Antidepressiva und angstlösende Medikamente zählen ebenso hierzu wie Schlafmittel.

In ihrem Zusammenspiel haben die Substanzen mit der erheblichen Alkoholeinwirkung nach Einschätzung der Gerichtsmedizin „auf jeden Fall enthemmend gewirkt“. In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli tötete der 34-jährige Rozaba S. den 50-jährigen Türsteher Ramazan Ö. und verletzte mehrere Menschen teils schwer mit einem vollautomatischen Sturmgewehr vom Typ M¦16. Ein Polizist überlebte einen Schuss nur dank seines speziellen Schutzhelms. Nachdem Rozaba S. die Diskothek verließ, wurde er von einem Polizisten schwer verletzt und verstarb wenig später im Krankenhaus.

Mit dem vorläufigen Ergebnis der toxikologischen Untersuchung setzt sich für die Staatsanwaltschaft und die Sonderkommission der Kriminalpolizei ein weiteres Puzzleteil in das Bild der Ermittlungen. Weiter ausstehend ist das Ergebnis über die Herkunft des M16-Sturmgewehrs.

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