Schon im Mai hatte die Postbank bekannt gegeben, dass sie ihre Filiale in der Moltkestraße nicht mehr selbst betreiben wird. Was aus der Filiale wird und wie es für die Dienstleistungen der Deutschen Post weitergeht, war aber lange Zeit unklar. In der Zwischenzeit sorgte die Filiale mit kurzfristigen Schließungen aus betrieblichen Gründen für Ärger bei den Kunden.

Am Freitag hat die Postbank nun in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sich die Postbank ersatzlos aus Petershausen-West zurückziehen wird. Am 4. Januar 2019 ist endgültig Schluss. „Die Filiale ist für uns wirtschaftlich gesehen nicht mehr weiterzuführen“, sagt Pressesprecherin Iris Laduch-Reichelt von der Postbank im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Neue Filiale wird am Zähringerplatz entstehen

Die Post- und Paketdienstleistungen übernimmt eine neue Partner-Filiale der Deutschen Post, wie Hugo Gimber, Pressesprecher der Deutschen Post in Baden-Württemberg, auf Anfrage mitteilt. Der Partner, der Handy-Reparaturservice Mobile House, ist bereits heute ein Paketshop. Das Geschäft am Zähringerplatz 32A vergrößert sich und wird auch die Postdienstleistungen ab 4. Januar übernehmen.

Eine Post bleibt den Petershausenern also erhalten. „Die Post hat einen Versorgungsauftrag“, sagt Laduch-Reichelt. Laut Gesetz muss eine Filiale in zusammenhängend bebauten Gebieten in 2000 Metern Entfernung erreichbar sein. Die zentrale Lage erschwert den Petershausern künftig die Anfahrt mit dem Auto. Die Öffnungszeiten sind aber länger als bisher: von Montag bis Freitag 9 bis 20 Uhr und Samstag 9 bis 14 Uhr.

Bankgeschäft geht zurück – für Postbank-Kunden werden daher die Wege länger

Finanzdienstleistungen wird es in der neuen Filiale allerdings nicht geben. Die Kunden hätten schon in der Moltkestraße eher die Services der Post genutzt. Diese hat die Postbank als Partner der Deutschen Post angeboten.

Das Bankgeschäft sei hingegen zurückgegangen: „Mit den einfachen Serviceleistungen können wir die Filiale nicht weiterbetreiben“, sagt Laduch-Reichelt. Um Bargeld abzuheben, müssen Postbank-Kunden also künftig zum Stephansplatz, für Beratungen in die Filiale an der Marktstätte.