Der bekannte Konstanzer Grafiker Erich Hofmann ist am 8. Januar im Haus Talgarten in Konstanz, wo er in den vergangenen Jahren lebte, verstorben. Dies teilt die Familie mit. Als Konstanzer Frichtle im Paradies geboren und aufgewachsen, gründete er nach seinem Studium an den Kunstakademien von Freiburg und Stuttgart mit seinem inzwischen ebenfalls verstorbenen Bruder Herbert Hofmann in Konstanz eine Werbeagentur. Hier entstand nicht nur die aus der Vogelperspektive detaillierte Stadtkarte von Konstanz, sondern auch viele künstlerisch ansprechende Plakate, Werbeprospekte und Anzeigen für die Konstanzer Tourismusbranche sowie für Unternehmen im ganzen Bodenseegebiet und darüber hinaus. An vielen Büchern über Konstanz und das Bodenseegebiet wirkte er mit. Auch für etliche Buchpublikationen des SÜDKURIER stellte er sein gestalterisches Können unter Beweis. Seine Liebe zu seiner Heimatstadt fand auch Ausdruck in seinen selbst herausgegebenen Büchern über Konstanz. Mit einigen seiner Künstlerkollegen gehörte er zu den Initiatoren des ersten Nachkriegs-Seenachtfestes. Zudem war er Mitbegründer des Arbeitskreises Denkmalpflege, aus dem die heutige Stiftung Stadtbild hervorgegangen ist.

Eng verbunden war Hofmann mit der Konstanzer Fasnacht. Als Gründungsmitglied der Laugele-Gumper-Zunft hat er bis ins hohe Alter aktiv an der Straßenfasnacht mitgewirkt. Als künstlerischer Gestalter und Mitinitiator des Fasnachtsmuseums in Schloss Langenstein hat er sich zudem in der Fachwelt einen Namen als Museumsgestalter gemacht, dem viele weitere Aufträge folgten, wie das Hesse-Museum und das Dix-Museum auf der Höri. Zu seinem 75. Geburtstag richtete die Stadt Konstanz eine umfassende Ausstellung über sein künstlerisches Schaffen aus. „Es gäbe noch so viel zu erzählen“, so führte Erich Hofmann zu seinem 90. Geburtstag im vergangenen Jahr aus. Sein Gesundheitszustand hat es zuletzt aber nicht mehr zugelassen.