Bauarbeiter sind bei Ittendorf auf der Kreisstraße 7782 – in den 1950er Jahren gebaut – damit beschäftigt, die desolate Fahrbahn zu erneuern. Der Abschnitt zwischen Reute und Hundweiler weist massive Schäden auf, besonders in den Randbereichen.

Clemens Brugger vom Kreisstraßenbauamt berichtet: „Wir sind voll im Zeitplan, größere Überraschungen gab es bisher nicht. Wir gehen aktuell davon aus, dass wir bis Mitte Dezember mit dem ersten Bauabschnitt fertig sein werden.“ Probleme könne im Dezember noch die Witterung beim Asphaltieren bereiten. Für diese Arbeiten muss es trocken sein.

Lastwagenweise sind Abraum und alter Fahrbahnbelag zum Entsorgen abzutransportieren.
Lastwagenweise sind Abraum und alter Fahrbahnbelag zum Entsorgen abzutransportieren. | Bild: Ganter, Toni

„Mit einem Kalk-Zement-Gemisch wird der Untergrund an den Fahrbahnrändern befestigt und tragfähiger, also belastbarer gemacht“, erklärt Brugger die Vorgehensweise. Zusätzlich werden die Bankette auf 60 Zentimetern Breite durch Gittersteine stabiler als bisher sein, Rohre und Schächte für das Entwässern der Straße werden eingebaut. Zum Schluss wird eine 14 Zentimeter dicke Asphaltschicht auf die Fahrbahn aufgebracht.

Entlang der K 7782 werden außerdem Rohre und Schächte zur Entwässerung der Fahrbahn eingebaut.
Entlang der K 7782 werden außerdem Rohre und Schächte zur Entwässerung der Fahrbahn eingebaut. | Bild: Ganter, Toni

Die Straßenbreite werde bei rund 4,35 Metern bleiben. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen laut Brugger „rund 450 000 Euro, einschließlich Entwässerung und Entsorgung des teils teerbelasteten Altmaterials“. Außerdem verlegen Telekom und Netze BW Leitungen für Telefon, Strom und späteres schnelles Internet.

Im Frühjahr folgen Arbeiten im zweiten Bauabschnitt

„Im Frühjahr geht es an den zweiten Bauabschnitt vom Hundweilerhof bis kurz vor Ortseingang Ittendorf„, blickt Brugger voraus. Die Kosten für dieses rund 850 Meter messende Teilstück werden auf rund 700 000 Euro geschätzt. „Die Detailplanungen werden derzeit erarbeitet“, sagt der Fachmann des Kreissstraßenbauamts.

Landwirt: Sanierung notwendig, aber Verkehr wird schneller

Thomas Braun vom Hundweilerhof ist einer der durch die Arbeiten betroffenen Landwirte. „Es ist gut, dass die Straße saniert wird, ein Vorteil für Radfahrer. Aber ich sehe das Problem, dass der Verkehr schneller wird.“ Erfahrungsgemäß werde die Kreisstraße gern von Berufspendlern genutzt, berichtet Braun.

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Braun wie auch umliegende Berufskollegen hoffen, dass die Strecke baldmöglichst wieder für den Verkehr freigegeben wird. Denn im Hofladen sei momentan noch weniger los als sonst. Und er wolle wegen der gesperrten Straße mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft nicht mehr Einbußen als unbedingt notwendig.

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