Von wegen Suppenkasper! Nicht die Suppe bereitete vielen Menschen in ihrer Kindheit Probleme. Schwierigkeiten machte der Brei. Und zwar jener, der da tückisch grün auf dem Teller lauerte. Lange Zeit wurden selbst herzensgute Mütter böse, wenn ihr Nachwuchs den grünen, säuerlich schmeckenden Spinat einfach verschmähte. Denn er galt als so gesund, enthielt scheinbar so viel Eisen. Heute ist bekannt, dass das ein Messfehler war. Eisen enthält der grüne Pamps zwar tatsächlich, aber eben nicht überdurchschnittlich viel.

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Spinat enthält heutzutage weniger Bitterstoffe

Julika Bauer hält ihn in die Kamera. Nicht den bitteren Brei, sondern frische Spinatblätter. „Seit einer Woche haben wir ihn wieder“, erzählt die 24-Jährige. Die Kunden hätten schon nachgefragt. Wer die zartgrünen Blätter sieht, die die Gemüseverkäuferin am Stand von Andreas Nusser aus Ostrach zeigt, der kommt so leicht nicht auf die Idee, dass dieses Gemüse etwas gemein hat mit dem bitter-sauren Straf-Gericht aus der Kindheit. Und wer diesen Spinat probiert, der erkennt, dass er heute ganz anders als früher schmeckt. Er enthält wesentlich weniger Bitterstoffe und Oxalsäure.

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Blätter enthalten viele Vitamine

„Ich esse ihn auch gern als Salat“, sagt Julika Bauer. Als Rohkost hat der Spinat in den vergangenen Jahren regelrecht Karriere gemacht in der Küche. Wird er gegart, sollte das nur kurz geschehen, rät die 24-Jährige. Sonst wäre es schade um seine Vitamine, von denen er reichlich enthalte. Beim Vitamin C schlage der Spinat die Orange um Längen. Und das sei kein Messfehler. Als Beilage mag Julika Bauer den Spinat übrigens beinahe ebenso gerne wie als Salat – gerne zu Lachs und Pasta.