Am Mittwoch antwortete die Stadt auf Fragen zur Bebauung des Torkel-Areals in Bambergen und zum Tausch eines Grundstücks mit einem Schweizer Investor, der das Löwen-Areal in Deisendorf gekauft hat. Darin widerspricht die Pressestelle von OB Jan Zeitler den Befürchtungen des früheren Ortsvorstehers von Bambergen, Siegfried Weber, dass im Torkel „Wohnblöcke“ entstehen könnten. Weber hatte sich in einem ausführlichen SÜDKURIER-Beitrag zu Wort gemeldet.

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Stadt: Ortstypische Siedlungsstruktur vorgesehen

„Maximal ist eine zweigeschossige Bauweise mit zwei Vollgeschossen zulässig, verteilt auf sechs Baukörper“, schreibt die Stadt. Es sei „eine ortstypische Siedlungsstruktur“ vorgesehen. „Von Blöcken kann keine Rede sein.“ Auch stimme es nicht, wie von Weber vorgebracht, dass es sich beim Plangebiet um eine „Grünzäsur„ handle.

Der frühere Ortsvorsteher im Überlinger Teilort, Siegfried Weber, erhebt Protest gegen den Verkauf eines städtischen Grundstücks im Gewann „Torkel“. Es umfasst 0,45 Hektar, jene Fläche, die aktuell mit Mais bewachsen ist.
Der frühere Ortsvorsteher im Überlinger Teilort, Siegfried Weber, erhebt Protest gegen den Verkauf eines städtischen Grundstücks im Gewann „Torkel“. Es umfasst 0,45 Hektar, jene Fläche, die aktuell mit Mais bewachsen ist. | Bild: Hilser, Stefan

Die Stadt korrigiert die Darstellung im SÜDKURIER, wonach die Stadt den Kauf des Löwen-Areals einem Investor aus der Schweiz „überlassen“ habe, vielmehr hätten damals der Ortschaftsrat von Deisendorf „und alle weiteren Beteiligten“ erst nach Vertragsschluss von dem Verkauf erfahren. „Ein Vorkaufsrecht der Stadt existiert nicht.“

Fragenkatalog an die Stadtverwaltung zur Debatte um Torkel und Löwen, sowie die Antworten der städtischen Pressestelle

Frage zur Finanzierbarkeit an Gemeinderat verwiesen

Was die Frage nach der Finanzierbarkeit eines Dorfgemeinschaftshauses auf dem Löwen-Areal betrifft, schreibt die Stadt, dass eine Priorisierung der Haushaltsmittel dem Gemeinderat obliege, verwies zugleich aber auf „einen bereits bestehenden Investitionsstau“. In der Gemeinderatssitzung am 21. Oktober stehe das Thema auf der Tagesordnung, in dem „umfassend über die Sachlage informiert“ werde.