Wie rasant die Inzidenz-Zahlen im Bodenseekreis steigen, verdeutlichte Helmut Köberlein in der Gemeinderatssitzung. Er gehört der Arbeitsgruppe für außergewöhnliche Ereignisse an, die seit 18 Monaten oft mehrmals in der Woche tagt. Köberlein berichtete von rapiden Steigerungsraten bei den Infektionen, einer hohen Belegung der Intensivstationen und exorbitant hohen Inzidenzen auf lokaler Ebene, wie zuletzt in Salem und Heiligenberg.

OB Jan Zeitler spricht Impfapell aus

Oberbürgermeister Jan Zeitler kündigte anschließend eine gemeinsame Aktion mit dem Helios-Spital Überlingen an, um dieser aktuellen Corona-Situation mit einem „Impfapell“ zu begegnen, wie er sagte. Am kommenden Dienstag, 23. November, geht es los. Geimpft wird immer von dienstags bis freitags von 16 bis 20 Uhr mit dem Vakzin von Biontech. Das Impfteam besteht aus medizinischen Fachkräften und Ärzten des Helios-Spitals Überlingen sowie Ersthelfern vom Deutschen Roten Kreuz.

Der Weg zur Impfung führt über die Terminbuchung

„Die Corona-Lage spitzt sich zu und wir möchten unseren Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Situation leisten und Bürgerinnen und Bürgern sowie der Region eine Impfung anbieten. Jeder Stich zählt“, betont Robert Brandner, Klinikgeschäftsführer des Helios-Spitals in Überlingen. Jeder, der eine Erst-, Zweit- oder empfohlene Auffrischungsimpfung erhalten möchte, kann sich über die Internetseite des Helios-Spitals anmelden. Die Aktion ist vorerst bis Mitte Dezember terminiert. So weit reichen auch die zu buchenden Termine.

Robert Brandner, Klinikgeschäftsführer: „Die Corona-Lage spitzt sich zu und wir möchten unseren Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Situation leisten.“
Robert Brandner, Klinikgeschäftsführer: „Die Corona-Lage spitzt sich zu und wir möchten unseren Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Situation leisten.“ | Bild: Helios Spital Überlingen

OB Jan Zeitler ist dankbar, dass das Helios-Spital Überlingen die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellt und appelliert an die Bürger, das Impfangebot anzunehmen. „Die Umsetzung des Projekts ist sehr kurzfristig. Aber gerade jetzt, wo es mehr denn je auf weitere Impfungen ankommt, müssen wir flexibel reagieren“, sagte Zeitler. „Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für den großartigen Einsatz, den diese schnelle Umsetzung erfordert.“

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