Wegen der Corona-Pandemie hat die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) Narrentreffen in der kommenden Fünften Jahreszeit abgesagt. Das Nein zu Großveranstaltungen sagte VSAN-Präsident Roland Wehrle bereits Mitte September. Nun traf auch die Narrenzunft Überlingen, die dem Viererbund angehört und nicht dem VSAN, eine klare Entscheidung: „Es wird keine Umzüge geben, und auch keine Veranstaltungen im Kursaal.“

Damit gibt es an der Fastnacht 2021 weder einen Hänselejuck, noch ein Narrenkonzert, aber auch die anderen, von der Narrenzunft Überlingen (NZÜ) verantworteten Umzüge fallen flach. Im Vorfeld dieser Entscheidung habe es Gespräche mit den großen Nachbarzünften in Markdorf und Pfullendorf gegeben, mit der Vereinigung Hegau-Bodensee und mit den befreundeten Zünften innerhalb des Viererbundes.

Knapp an der Katastrophe an Fastnacht 2020 vorbei

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Um alles in der Welt wolle man vermeiden, dass Überlingen an der Fastnacht 2021 zu einem Hotspot in der Corona-Pandemie wird. „Das wäre eine Katastrophe“, sagte Narrenmutter Wolfgang Lechler, nicht zuletzt auch mit Blick auf die für 2021 geplante Landesgartenschau, die keine neuerliche Verschiebung verkraften könnte.

Vielleicht eine Schülerbefreiung?

Denkbar sind für Lechler aus heutiger Sicht kleinere Veranstaltungen, bei denen in Abstimmung mit der Polizei und dem Ordnungsamt ein funktionierendes Hygienekonzept ausgearbeitet werden könnte. „Wir versuchen, das Möglichste zu machen.“ Als Beispiel könnte er sich die Schülerbefreiung am Schmotzigen Donnerstag vorstellen, doch in Corona-Dimensionen betrachtet, in einer Pandemie mit hoher Dynamik, vergeht bis dahin noch so viel Zeit, dass Lechler aus heutiger Sicht keinerlei Prognosen treffen möchte.

Lechler: Die Fastnacht lässt sich nicht streichen

Eines steht für Lechler aber fest, wie Weihnachten und Neujahr: „Die Fastnacht hat ihren festen Platz im Kalender, 40 Tage vor Ostern, wir können die Fastnacht nicht abschaffen. Sie findet statt.“ Nur finde sie eben anders statt.

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Schmotziger Donnerstag ist am 11. Februar 2021. Normalerweise wäre für diesen Tag ein großer Kindergartenumzug geplant, mit anschließender Rathausbefreiung und Remmidemmi auf der Hofstatt. Lechler betont jedoch „Es findet kein Umzug statt.“ Mit diesem klaren Nein wolle die NZÜ verhindern, dass sich – aus Gewohnheit oder aus Eigentinitiative Einzelner heraus – doch eine größere Menschenansammlung auf der Hofstatt trifft.

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