Es war alles andere als ein normales Rennen und es wird Steuermann Konstantin Steidle, Taktiker Finn Kenter, Trimmer Tom Lembcke und Patrick Hasse (Vorschiff) vom Juniorenteam des Bodensee-Yachtclubs Überlingen (BYCÜ) noch lange in Erinnerung bleiben: Das Finale der Youth Sailing Champions League 2019 im Rahmen der Kieler Woche wird es so sicherlich nicht wieder geben.

Boot muss zwei Mal über die Startlinie

„Wir waren einfach eine Sekunde zu früh über der Startlinie“, erklärt Patrick Hasse nüchtern. „Um einer Disqualifikation zu entgehen, sind wir eben noch einmal über die Startlinie gefahren.“ Im Feld der vier J-70-Boote lagen die Überlinger allerdings sehr weit zurück. Da die drei anderen Boote alle in eine Richtung steuerten, entschied sich das Team vom BYCÜ für die andere Seite. Und das sollte vorentscheidend sein.

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Crewmitglieder rollen das Feld von hinten auf

„Wir wollten eigentlich auch auf die andere Seite“, erzählt Patrick Hasse. Doch so hatten er und seine Crewmitglieder die Chance, bereits auf der ersten Kreuz das Feld von hinten aufzurollen – und das taten sie. Bereits bei der ersten Wende lag das Team des BYCÜ in Führung und gab sie bis zur Ziellinie nicht mehr her. Danach wurde erst einmal lautstark gejubelt.

Ein Sieg reichte zur Titelverteidigung

Als Titelverteidiger angereist, wollte das Jugendteam aus Überlingen gut abschneiden bei der Youth Sailing Champions League. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schafften sie sogar Platz eins nach den Qualifikationsläufen. Deshalb reichte im Finale ein Sieg zur Titelverteidigung. Und bereits im ersten Rennen gelang dieser auf ungewöhnliche, aber durchaus beeindruckende Art.

Action pur beim erfolgreichen Team des Bodensee-Yachtclubs Überlingen (von links): Steuermann Konstantin Steidle, Tom Lembcke, Finn Kenter (hinten) und Patrick Hasse (vorn).
Action pur beim erfolgreichen Team des Bodensee-Yachtclubs Überlingen (von links): Steuermann Konstantin Steidle, Tom Lembcke, Finn Kenter (hinten) und Patrick Hasse (vorn). | Bild: Oliver Michael Maier

„Wussten, dass wir vorne mitsegeln können“

Nach zwei Änderungen im Boot im Vergleich zum Vorjahr war dieses Vorhaben natürlich ein großer Wunsch, aber keinesfalls selbstverständlich, wie Konstantin Steidle erklärt: „Wir wussten, dass wir vorne mitsegeln können. Um so eine Veranstaltung gegen wirklich sehr gute Konkurrenten zu gewinnen, muss aber trotzdem alles passen.“ Und es passte. Mit diesem Triumph gibt es in der Siegerliste der Youth Sailing Champions League vorerst nur einen Vereinsnamen, denn der Wettkampf fand 2018 zum ersten Mal statt.

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Platz zwei in der Deutschen Junioren Segel-Liga

Aber nicht nur im internationalen Feld der Nachwuchssegler spielt der BYCÜ eine hervorragende Rolle. In der Deutschen Junioren Segel-Liga belegte das Team einen sehr guten zweiten Platz von 28 Mannschaften. Hier waren allerdings deutlich mehr Segler als nur die vier Champions-League-Sieger des Vereins im Einsatz. „Unser Team bestand aus etwa acht Nachwuchs-Seglern“, berichtet Konstantin Steidle, der ebenfalls wie Patrick Hasse und Tom Lembcke altersbedingt aus dem Juniorenteam ausscheidet.

Und das Erbe dieses Trios ist groß, denn für das neue Juniorenteam des BYCÜ heißt das Ziel für dieses Jahr: das Triple in der Youth Sailing Champions League erreichen.

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