Der ARD-Online-Award-Gewinner von 2017 war nicht wie angekündigt bei der Veranstaltung dabei. Wegen Krankheit konnte ihn der kleine, erlesene Kreis der Zuhörer nicht zu seinem Krimi, der im heißen Sommer von 1983 spielt, befragen. Dafür diskutierten in kleinen Gruppen die Hörer am Ende der Veranstaltung ohne den Fachmann. „Wer war eigentlich der Täter? Was ist die schlimmere Bestrafung, den Chef heiraten zu müssen oder ins Gefängnis zu gehen?“, waren Fragen, die die Zuhörer bewegten.

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Mit einem Waldbrand geht es beim Hörspiel sofort hinein in den heißen Sommer. Bei 39 Grad im Büro und 60 Grad im Auto, bei defekten Ventilatoren und den im Radio laufenden Hit „99 Luftballons“ von Nena, bei Nachrichten über Pershing-II-Raketen und dem Nato-Doppelbeschluss, Kommentaren zu Faschisten, Kommunisten und Spionen, ist es für den Zuhörer nicht immer einfach, den Überblick zu behalten.

„Man schärft seinen Hörsinn“

Wer spricht gerade, wo befinden sich die Sprecher, wurde ein neuer Hinweis verraten? „Man schärft seinen Hörsinn. Schafft sich Raum, um Bilder im Kopf zu erschaffen,“ erklärt Katja Stepper vom Veranstaltungsteam. Das Hörspiel war, „wie immer von Holliger, ein großes Verwirrspiel“, erläutert Stepper dem Publikum. Oder wie Charles Nestelhof aus Frickingen es ausdrückt: „Es war nicht so einfach, sich zurückzuerinnern. An die Geschichte innerhalb der Geschichte.“

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Sieben Wochen Hörspielkirche gingen an diesem Sonntag zu Ende. Mit leiser Wehmut verabschiedet sich das Team für dieses Jahr. „Doch mit viel Elan werden wir uns der Planung für die Hörspielkirchenreihe 2020 widmen“, sagt Susanne Karras.

Weiterer Ansporn für neue Saison

„Wir werden bei der Landesgartenschau mitbeworben“, berichtet sie. Das ist ein weiterer Ansporn für die dann in die achte Saison gehende erfolgreiche Veranstaltungsreihe Hörspielkirche Sipplingen.