Enno Haß, Pächter am Schlosssee in Salem, hat am vergangenen Sonntag die Reißleine gezogen, und das Bad von 14 bis 17 Uhr für ankommende Gäste gesperrt. „Wir haben tatsächlich kurzzeitig komplett geschlossen“, sagt Haß am Montag. Zwei Stunden lang habe er nur Leute raus gelassen.

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Haß schätzt, dass am Sonntag zu Top-Zeiten gleichzeitig 4500 Badegäste am Schlosssee waren. Die Grenze liegt ihm zufolge bei 5000. „Es war vielen zu voll“, sagt der Betreiber. Die Menschen hätten sich teils in die Haare gekriegt. Wegen der Corona-Pandemie Abstand halten? „Das sehen nicht alle ein“, sagt Haß. Auch um die Schattenplätze gab es laut ihm Diskussionen.

Badegäste bringen großteils Verständnis auf

Polizei oder Rettungskräfte mussten allerdings nicht alarmiert werden. „Gottseidank ist nichts passiert. Das ist das Wichtigste überhaupt“, erklärt Haß. Vom Großteil der Badegäste gab es für das Vorgehen Verständnis. Selbst von denen, die unverrichteter Dinge wieder gehen mussten, weil sie keinen Einlass bekamen. Nur einige seien dazwischen gewesen, die kein Verständnis gezeigt hätten, so Haß.

Der Hamburger glaubt nicht, dass es noch einmal so voll wird. Dass könne man an den Wetterprognosen festmachen und ebenso gingen die Sommerferien vielerorts zu Ende. Denn auch Touristen haben den Schlosssee für sich entdeckt.

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