Die Veranstaltungsbranche war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird mit großer Wahrscheinlichkeit am längsten von den Auswirkungen betroffen sein. Mit der Aktion „Night of Light“ will die Branche in der Nacht von Montag auf Dienstag für die desolate Situation ein flammendes Zeichen setzen, indem sie bundesweit Gebäude rot anstrahlt.

Oberteuringen und Markdorf beteiligen sich an der Aktion

In Markdorf wird die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus drei Stunden lang von der Firma See-Events Veranstaltungstechnik, Enderle & Burgau GbR, bestrahlt werden, wie Markdorf Marketing mitteilt. Alle Markdorfer, die ihre Solidarität zeigen wollen, treffen sich am Montag, 22 Uhr, am Rathausbrunnen. Teilnehmer sollen ein rotes (Grab)-licht mitbringen und sich so an den Schweigeminuten beteiligen.

Das Team der Firma See-Events Veranstaltungstechnik, Enderle & Burgau GbR, wird die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus in Markdorf drei Stunden lang rot bestrahlen.
Das Team der Firma See-Events Veranstaltungstechnik, Enderle & Burgau GbR, wird die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus in Markdorf drei Stunden lang rot bestrahlen. | Bild: Fieber, Lucie

In Oberteuringen wird das Kulturzentrum Mühle nach Einbruch der Dunkelheit zum Leuchten gebracht. „Wir wollen mit dieser Aktion die Bevölkerung dafür sensibilisieren, wie hart die Corona-Krise die gesamte Veranstaltungsbranche trifft“, sagt Martin Nägele, Inhaber der Firma m&sound Veranstaltungstechnik. Unterstützt wird er dabei von Alexander Hog, Inhaber von „Der gute Ton“.

Keine Aufträge in der Veranstaltungsbranche seit März

Problem sei, dass zur Veranstaltungsbranche so viele verschiedene Akteure und Gewerke gehören. Verloren doch seit dem 10. März Messebau, Eventagenturen, Caterer, Bühnenbau, Eventlocations, Kongresscenter, Konzertveranstalter, Künstler und Einzelunternehmer durch das Veranstaltungsverbot innerhalb weniger Tage ihre Aufträge.

Das könnte Sie auch interessieren

„Im Vergleich zur Autobranche haben wir keine Lobby“, gibt Martin Nägele zu bedenken. Deshalb wende sich „Night of Light“ vor allem an die Politik mit dem Ziel, dass Hilfspakete für die Betroffenen der Veranstaltungswirtschaft, die auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen stehe, angepasst werden. „Sie braucht echte Hilfe und nicht nur Kreditprogramme. Es herrscht Alarmstufe Rot.“

Vorbereitung für die Aktion „Night of Light“ Martin Nägele (links) und Alexander Hog machen auf die Situation der Veranstaltungsbranche aufmerksam. Bild: privat
Vorbereitung für die Aktion „Night of Light“ Martin Nägele (links) und Alexander Hog machen auf die Situation der Veranstaltungsbranche aufmerksam. | Bild: privat

Oberteuringens Bürgermeister Ralf Meßmer ist Vorsitzender des Kulturvereins Mühle und gab gerne seine Zustimmung zur Illuminierung der Mühle. „Ich kann gut verstehen, dass diese Branche auf sich aufmerksam machen will und wir unterstützen die Aktion.“

Das könnte Sie auch interessieren

Wie geht es im Kulturzentrum Mühle weiter?

Aktuell diskutiere der Kulturverein, wie es weitergehen könne. Das Herbstprogramm sei im Grunde schon fertig. „Aber es ist noch nicht im Druck, solange wir nicht wissen wann und wie Veranstaltungen wieder stattfinden können“, erklärt Meßmer.

Informationen im Internet:
https://night-of-light.de