Der Samstagsmarkt entpuppt sich als kleines Sorgenkind der Stadt. Die Idee sei gut, die Nachfrage der Kunden vorhanden – ist Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing, überzeugt. Gestartet im Oktober vergangenen Jahres im Innenhof des Bischofsschlosses, ist der Samstagsmarkt mittlerweile vor dem Rathaus in der Marktstraße zu finden.

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"Ich fand es im Schlosshof heimeliger, aber die Händler waren mit dem Standort nicht zufrieden", erklärt Fieber den Standortwechsel. Vergangenen Samstag ist der Markt gut besucht. Was vor allem am Wetter liege, erklärt Luisa Pommerenke, die für die Backstube Kloos Brezeln, Brötchen und Brot verkauft. Bei ansteigenden Temperaturen verspüren die Markdorfer offensichtlich wieder mehr Lust über den Markt zu flanieren.

Interesse an regionalen Produkten

Diejenigen, die regelmäßig vorbeischauen wissen, dass der Honigstand keineswegs fest in einer Hand liegt. "Wir wechseln uns wöchentlich ab", sagt Alexandra Gretscher vom örtlichen Imkerverein. Jedes Mal stelle ein anderer sein Sortiment vor. Das stoße bei den Kunden auf Interesse, beobachtet die Hobby-Imkerin. "Die Leute sind interessiert an regionalen Produkten."

Hobbyimkerin Alexandra Gretscher bietet auf dem Samstagsmarkt ihr eigenes Sortiment an.
Hobbyimkerin Alexandra Gretscher bietet auf dem Samstagsmarkt ihr eigenes Sortiment an.

Und wenn ihnen Alexandra Gretscher noch erzählt, wie wichtig die Bienen fürs Bestäuben der heimischen Flora sind, dann nehmen sie auch das gerne mit nach Hause. Zufrieden mit dem Standort ist Fischhändler Bernd Filp. Durch die Marktstraße kämen mehr Passanten als in den Hof des Bischofsschlosses. Obgleich die Atmosphäre dort durchaus schön gewesen sei. "Was wir aber dringend brauchen, sind Stände mit Obst und Gemüse", erklärt Filp. Denn die locken erfahrungsgemäß zum Markteinkauf.

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Intensive Suche nach Händlern

Das weiß auch Lucie Fieber, die intensiv auf der Suche nach Händlern ist. Neben Gemüse und Obst, fehle auch Wurst und Fleisch. "Es ist schwierig, jemanden zu finden, da die meisten bereits an einem Samstag auf den größeren Märkten in Ravensburg oder Überlingen sind", sagt Fieber. Bei über 80 Kontakten habe sie bereits nachgefragt – bislang ohne Erfolg. "Wenn wir niemanden finden, wird es schwierig. Wir brauchen einen langen Atem."