Das Kulturbüro hat sich ein Konzept überlegt, das es mit dem Jugendzentrum Molke als Partner nun realisiert. „Kultur am Ufer“ setzt auf kleine, feine Programmpunkte vom 29. Juli bis 16. August – im selben Zeitraum, in dem sonst das beliebte Festival stattgefunden hätte.

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Die ersten Tage des Festivals sind nun vorüber: Zeit für ein Zwischenfazit. Die Stadt Friedrichshafen, deren Kulturbüro als Veranstalter verantwortlich zeichnet, resümiert: „Wir sind sehr zufrieden mit der ersten Woche. Das Wetter hat mitgespielt, die Stimmung war entspannt trotz Corona und alle Besucher hielten sich gut an die Regeln.“

Gemütlich geht auch mit Corona-Regeln.
Gemütlich geht auch mit Corona-Regeln. | Bild: Lena Reiner

Sitzplätze wurden haushaltsweise in Kleingruppen vergeben. Dass dies rechtlich erlaubt ist, war zuvor schon für Veranstaltungen im Alfred-Colsmann- und Hugo-Eckener-Saal geprüft worden: „Damals haben wir mit dem Ministerium und mit unserem Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung geklärt, dass Menschen aus einem Haushalt zusammensitzen dürfen und wir daher diese Gruppen bilden können.“

Festivalmode 2020: Sommerhut und die passende Maske zum Outfit.
Festivalmode 2020: Sommerhut und die passende Maske zum Outfit. | Bild: Lena Reiner

„Das ist Premiere“, sagt Besucherin Gisela Wolpert und lacht. Sie sei zum ersten Mal wieder bei einer Veranstaltung: „Es ist schön, wieder etwas zu erleben, und das im geschützten Rahmen.“ Normalerweise sei sie um diese Zeit auf dem Kulturufer, „weil es einfach so eine tolle Sache ist“. Sie ist etwas verwundert über die leeren Sitzplätze, da sie beim Kartenkauf erfahren habe, dass die meisten Tickets verkauft worden seien: „Vielleicht sitzen die Leute lieber draußen am Strand, wo keine Abstandsregeln gelten.“

Hinter der Absperrung: Desinfektion, Masken und Abstandsregeln. Draußen: Badevergnügen nach Augenmaß
Hinter der Absperrung: Desinfektion, Masken und Abstandsregeln. Draußen: Badevergnügen nach Augenmaß | Bild: Lena Reiner

Die Regeln werden hier strikt eingehalten. Schon in der Warteschlange vor dem Eingang wird auf die Maskenpflicht hingewiesen. Die Gäste erwartet außerdem ein Desinfektionsmittelspender. Auf den Sitzplätzen dürfen die Mund-Nasen-Bedeckungen dann abgenommen werden und müssen nur für den Gang über das Gelände – etwa für den Getränkekauf – wieder aufgesetzt werden.

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Im Saal gelten dieselben Regeln. Dorthin sind am Sonntag die beiden Programmpunkte für Kinder verlegt worden, da der Wetterbericht unsicher war. Während vormittags noch die Sonne schien, regnete es während der Aufführung von Schneewittchen draußen zeitweise in Strömen.

Schneewittchen darf als Erste die Bühne betreten.
Schneewittchen darf als Erste die Bühne betreten. | Bild: Lena Reiner

Für Judith Schwanke, die mit ihrer Tochter das Stück besucht hat, war es der erste Veranstaltungsbesuch seit Ausbruch der Pandemie: „Dadurch, dass es nicht so voll war, sind auch die Abstandsregeln gar nicht aufgefallen.“ Positiv habe sie die Veranstaltung erlebt. Sie ergänzt: „Schade nur, dass so wenig los war.“

Auch wenn die Veranstaltung wetterbedingt drinnen stattfinden muss, verraten die Beinkleider und Schuhe, wie nah Strand und Sommer sind.
Auch wenn die Veranstaltung wetterbedingt drinnen stattfinden muss, verraten die Beinkleider und Schuhe, wie nah Strand und Sommer sind. | Bild: Lena Reiner

Da bei schönem Wetter 50 Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen als im Foyer, das als Ausweichmöglichkeit für schlechtes Wetter dient, muss man grundsätzlich nicht im Voraus buchen. Wer aber einen Platz in der Mitte möchte, sollte die Onlinebuchung auf jeden Fall nutzen. Die zusätzlichen Schönwetterplätze befinden sich nämlich an den Rändern der Reihen.

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