Masken werden derzeit beim Automobilzulieferer Maucher Formenbau in Meckenbeuren produziert. Wir haben uns mit Verantwortlichen über die Hintergründe unterhalten.

So ist die Idee entstanden

Elmar Gania, Vertriebsleiter des Unternehmens, schildert auf Anfrage des SÜDKURIER, dass die Idee für die Maskenproduktion aus den Medien kommt. „Wir haben im Fernsehen, in Zeitungen und im Internet überall gehört, dass Masken gebraucht werden. Und dann dachten wir uns kurzerhand: Wir können helfen“, erzählt er.

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Vor etwa drei Wochen begannen die ersten Planungen für die Produktion, am Dienstag wurden dem Vertriebsleiter zufolge die ersten 450 Atemmasken an die Feuerwehr verkauft.

Masken nicht für Krankenhäuser geeignet

Die Masken seien nicht für Krankenhäuser ausgelegt. „Dafür fehlt uns die Zertifizierung“, erklärt Gania. Das Regierungspräsidium Tübingen habe aber erlaubt, Masken ohne Zertifizierung in den Handel zu bringen. In einer Mitteilung des Regierungspräsidiums heißt es dazu: „Bei einfachen Mund-, Nasen- oder Gesichtsmasken entfallen die komplexen Anforderungen des Medizinprodukterechts und der Verordnung für persönliche Schutzausrüstung.“

Material ist komplett recycelbar

Das Material der Masken des Unternehmens Maucher sei hautfreundlich und – bis auf die Trägergummis – komplett recycelbar. „Man kann die Masken einfach wiederverwenden, nachdem man sie bei 60 Grad ohne Waschmittel und Weichspüler im Wäschesack gewaschen hat“, erklärt Gania. Eine weitere Methode: Die Masken etwa 15 Minuten bei 80 Grad in den Ofen legen.

Vertrieb über das Internet

Vertrieben würden die Atemmasken des Unternehmens hauptsächlich über Foren im Internet. „Dort melden wir uns an und geben an, wie viel wir liefern können. Wir sind recht flexibel im Ablauf und können je nach Bedarf wenige oder auch sehr viele Atemmasken herstellen“, erklärt Gania.

So sieht eine fertige Atemmaske des Automobilzulieferers aus Meckenbeuren aus.
So sieht eine fertige Atemmaske des Automobilzulieferers aus Meckenbeuren aus. | Bild: Maucher Formenbau GmbH

Bis zu einer halben Million Masken seien maximal in einer Woche möglich. Hinzu sollen in den kommenden Tagen auch Kindermasken kommen. „Wir haben uns entschlossen, kleine Masken für Kinder zu produzieren, weil es auf dem Markt bisher kaum welche gibt. Und in den großen Masken verschwindet der Kopf vom Kind“, sagt Peter Strittmatter, Geschäftsführer von Maucher Formenbau.

2,50 Euro kostet eine Maske

Eine Maske kostet 2,50 Euro. „Wir wollen uns damit keine goldene Nase verdienen, sondern etwas Gutes tun. Wir spenden pro verkaufte Maske 10 Cent an die Tafel“, sagt Gania. Etwas Positives bringe die Corona-Pandemie seiner Meinung nach mit sich: „Wir sind alle wieder näher am Boden, sehen wieder Dinge die wir verloren geglaubt haben und sind wieder füreinander da.“

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