Als Teilgemeinde von Friedrichshafen gilt Kluftern als attraktive Zuzugsregion. Durch das geplante Neubaugebiet „Lachenäcker„ steigt die Einwohnerzahl und damit der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen künftig weiter an. Das geht aus dem Kindergartenbedarfsplan 2019/2020 hervor, der in der jüngsten Ortschaftsratssitzung vorgestellt wurde.

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Einrichtung soll bis 2022/2023 fertig sein

Bereits 2018 wurden in Kluftern mit dem Waldkindergarten Eschenmoos und einer temporären Erweiterung des Kindergartens insgesamt 55 neue Plätze geschaffen. Das werde laut dem neuen Bedarfsplan jedoch mittelfristig nicht ausreichen. Ortsvorsteher Michael Nachbaur sagte: „Auf den umgesetzten Maßnahmen darf sich Kluftern nicht ausruhen.“ Im Neubaugebiet „Lachenäcker„ müssten für die Familien weitere Plätze geschaffen werden und deshalb müsse man jetzt in die Planung einsteigen. Bis 2022/2023 solle die Einrichtung fertig sein, kündigte Nachbaur an. Wolfgang Sigg (SPD) bekräftigte: „Der Kindergarten muss begleitend zum Neubaugebiet fertiggestellt werden, damit die Versorgung der Kinder gewährleistet ist, wenn die Familien einziehen.“

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Stadt bewertet aktuelle Versorgungsquote als positiv

Insgesamt verfügt Kluftern in drei Einrichtungen – Kindergarten, Waldkindergarten und Kindergarten Efrizweiler – derzeit über 182 Plätze. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens „Lachenäcker“ sollen die Anforderungen an weitere Betreuungsplätze definiert werden, erklärte Stefan Dunkenberger, Abteilungsleiter im Bereich Kindertageseinrichtungen der Stadt Friedrichshafen. Um den Bedarf langfristig zu decken und die Modulbauweise am Kindergarten ablösen zu können, seien weitere Betreuungsplätze unabdingbar. Die aktuelle Versorgungsquote, erklärte er, sei in Kluftern mit 125 Prozent im Ü3-Bereich (Kinder über drei Jahre) und 34 Prozent im U3-Bereich (Kinder bis drei Jahre) jedoch als sehr positiv zu sehen.

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Fokus auf Ganztagesbetreuung

Beatrix Popp (Bürgerliste Pro Kluftern) sprach von einer insgesamt steigenden Nachfrage nach Ganztagesbetreuung. „Immer mehr Mütter arbeiten und die Kinder müssen betreut werden.“ Auch die Verwaltung legt laut Kindergartenbedarfsplan das Augenmerk künftig auf den Ausbau des Betreuungsangebots für unter Dreijährige und im Bereich Ganztagesbetreuung.

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