Am Samstag lud die SPD Kluftern Bürger zum Ortstermin am Baugebiet „Lachenäcker“ ein und informierte dabei über den aktuellen Stand des Bebauungsplanentwurfs. Das Areal am südöstlichen Ortsrand von Kluftern, im Bereich zwischen Markdorfer Straße, Blütenweg, Hopfenweg und Traubenweg, umfasst insgesamt eine Fläche von etwas mehr als vier Hektar.

Blick vom Gewerbepark Kluftern in Richtung Westen: Das Feld links und die Streuobstwiese rechts vom ausgeschilderten Wanderweg zählen zum Plangebiet „Lachenäcker“.
Blick vom Gewerbepark Kluftern in Richtung Westen: Das Feld links und die Streuobstwiese rechts vom ausgeschilderten Wanderweg zählen zum Plangebiet „Lachenäcker“. | Bild: Münzer, Gabriele

Ferienwohnungen grundsätzlich nicht erlaubt

Für das bahnhofsnahe Neubaugebiet, so erläuterte SPD-Ortschaftsrat Bernd Caesar, sehe der aktuelle Planentwurf etwa 80 Wohneinheiten vor, darunter Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Kettenhäuser und Geschosswohnungsbauten. „Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sollen bei der Vergabe Investoren, die geförderten Wohnungsbau realisieren wollen, bevorzugt werden“, berichtete Caesar. Ferienwohnungen seien in dem Gebiet grundsätzlich nicht erlaubt, ergänzte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Dachbegrünung ist Pflicht

Eine weitere verbindliche Vorgabe sei die Dachbegrünung auf allen Haupt- und Nebengebäuden. Diese Maßnahme solle zur Pufferung des Regenwasserabflusses beitragen und sei somit elementar für die Sicherstellung der Oberflächenentwässerung. Caesar erklärte: „Trotz der intensiven Suche nach Alternativen, wie einer Entwässerung über den vorhandenen Graben, Retentionsmulden oder einer Leitung zum nahegelegenen Überlaufbecken, hat man für die Entwässerung des Gebietes keine andere ausreichende Lösung finden können.“

Das könnte Sie auch interessieren

230 bis 300 neue Einwohner durch Baugebiet

Er führte weiter aus, dass Kluftern durch das Neubaugebiet mit einem Bevölkerungszuwachs von circa 230 bis maximal 300 Einwohnern rechne. Damit werde langfristig betrachtet die lokale Infrastruktur, beispielsweise Arztpraxen oder Lebensmittelgeschäfte, gestützt. Im Neubaugebiet könnte – je nach Bedarfsentwicklung – sogar ein Kindergarten entstehen, sagte Caesar.

Die Zieglerschen planen Betreuungsangebot in zwei Häusern

Neben der klassischen Wohnbebauung planten Die Zieglerschen zwei Häuser für die Betreuung von Menschen mit Behinderung. Eines der Gebäude umfasse nach derzeitiger Planung 24 Wohnplätze, in einem zweiten gebe es einen Bereich, der auch die Tagesbetreuung von Externen ermögliche. Durch die zunehmende Dezentralisierung der Einrichtungen solle die räumliche Nähe betreuungsbedürftiger Personen zur Familie ermöglicht werden, erläuterte Caesar.

Laut den offiziellen Unterlagen der Stadt Friedrichshafen ist der voraussichtliche Satzungsbeschluss für das Projekt Ende 2019 geplant. Der aktuelle Bebauungsplanentwurf „Lachenäcker-Erweiterung Ost“ wird am Donnerstag in der Ortschaftsratssitzung beraten.