Es ist viel geschrieben worden über die AfD in diesen Tagen – in diesen Tagen, an denen in Chemnitz AfD-Politiker Seit an Seit mit Pegida-Anhängern und Rechtsextremen durch die Stadt marschieren. In diesen Tagen, an denen es Hitlergrüße, Angriffe auf Ausländer oder Gewalt gegen Journalisten gibt: All das toleriert die AfD.

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Auch auf der Facebook-Seite des AfD-Kreisverbands Bodenseekreis wird eifrig über die "Hetzkampagne" oder "Fake-News aus Chemnitz" gepostet und es werden Demos in Friedrichshafen gefordert. Doch zu den Vorwürfen, dass es in der Gedenkstätte Sachsenhausen offenbar zu einem Eklat kam, findet sich kein Wort, kein Post, nichts.

Der Kreisvorsitzende duckt sich weg, hält die Nachfrage des SÜDKURIER gar für "unverschämt", dabei war er in Sachsenhausen selbst mit dabei. Sein Stellvertreter geht gar nicht erst ans Telefon. Alice Weidel schweigt eisern. Beisitzer Hans Hausberger spielt die Vorfälle herunter. Dabei tönen sie sonst so laut, unsere Rechtspopulisten.