Interboot-Projektleiter Dirk Kreidenweiß ist freudig-gespannt. „Wir wünschen uns jetzt, dass unser Konzept von den Besuchern angenommen wird“, sagt er bei einem exklusiven Rundgang mit dem SÜDKURIER über das Messegelände. Eine Messe inmitten einer weltweiten Pandemie zu organisieren ist keine einfache Aufgabe. Die Interboot startet am 19. September.

Interboot-Projektleiter Dirk Kreidenweiß freut sich schon auf die Wassersportmesse und hofft auf viele interessierte Besucher auf dem Messegelände in Friedrichshafen.
Interboot-Projektleiter Dirk Kreidenweiß freut sich schon auf die Wassersportmesse und hofft auf viele interessierte Besucher auf dem Messegelände in Friedrichshafen. | Bild: Susanne Hogl

Noch werden Boote in die Hallen gebracht und Ausstellungsstände aufgebaut – aber schon jetzt ist sicher, in den Hallen wird es luftig sein denn: „Bei uns muss sich kein Besucher Sorgen machen, dass die Luft nicht gut ist, auch in den Hallen haben wir quasi Außenluft und die Hallen sind bis zu 18 Meter hoch“, sagt Kreidenweiß.

Aussteller müssen auf einiges verzichten

Die Aussteller müssen in diesem besonderen Jahr auf einiges verzichten: So wird es in den Hallen kaum Teppiche geben und die Gespräche finden entweder mit dem notwendigen Abstand oder eben hinter Plexiglas-Trennwänden statt. „Bislang waren die Gänge in den Hallen maximal vier Meter breit, in diesem Jahr sind sie das mindestens, wobei wir die meisten Wege breiter gemacht haben“, erklärt Kreidenweiß. Neben zahlreichen Desinfektionsstationen gibt es überall Hinweisschilder für Besucher.

Zahlreiche Desinfektionssationen gibt es auf dem Messegelände für die Besucher.
Zahlreiche Desinfektionssationen gibt es auf dem Messegelände für die Besucher. | Bild: Susnane Hogl

Wer während des Messe-Rundgangs etwas essen möchte, muss sich am Tisch noch einmal mit seinem elektronischen Ticket ausweisen, in den Hallen gilt Maskenpflicht. „Wir rechnen nach unseren Erfahrungen auf der Messe in Düsseldorf damit, dass zwar weniger Besucher kommen. Wir hoffen aber darauf, dass die, die kommen, dann etwas kaufen möchten“, erklärt F2-Geschäftsführer Bernd Flügel, dessen Unternehmen Surfbretter und Standup-Paddling-Boards anbietet. Flügel und etliche Aussteller, denen das möglich ist, werden einen Teil ihrer Ausstellungsstücke im Freien präsentieren.

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Und was, wenn es doch zu eng wird?

Falls es auf dem Messegelände doch einmal eng werden sollte und sich die Besucher drängen, gibt es bei der Interboot in diesem Jahr Ansprechpartner für die Besucher, sogenannte Corona-Guides, die leuchtend grüne Jacken tragen und falls notwendig für Ordnung sorgen sollen. „Es kann schon sein, dass es in der beliebten Zubehörhalle am Wochenende voll wird, dann können die Corona-Guides vorübergehend dafür sorgen, dass erst einmal keine weiteren Besucher in die Halle kommen“, erklärt Kreidenweiß die Idee.

Erstmals wird es auf der Messe in Friedrichshafen Corona-Guides geben, sie sollen für die Einhaltung der Corona-Regeln sorgen und die Besucherströme lenken.
Erstmals wird es auf der Messe in Friedrichshafen Corona-Guides geben, sie sollen für die Einhaltung der Corona-Regeln sorgen und die Besucherströme lenken. | Bild: Susanne Hogl

Insgesamt dürfen aufgrund der Corona-Auflagen pro Tag 8500 Besucher auf das Messegelände. Im Eingangsbereich wird es für die Besucher ein Einbahnsystem geben. Nur, wer vorab ein Onlineticket gebucht hat, kann auch auf das Messegelände. „Wer es aber vergessen haben sollte, für den gibt es in der Eingangshalle noch einen Schalter, an dem ein Onlineticket kurzfristig gebucht werden kann“, verrät Kreidenweiß.

Kein Interboot-Hafen, Bootsbesichtigungen sind aber möglich

Auch Vorträge werden natürlich stattfinden, aber mit dem entsprechenden Abstand. Verzichten müssen die Interboot-Besucher in diesem Jahr allerdings auf den Interboot-Hafen. Bootsbesichtigungen sind natürlich möglich: „Die Aussteller sind von uns über die Auflagen informiert und werden nach jeder Besichtigung natürlich alle Oberflächen desinfizieren“, sagt der Interboot-Projektleiter. Wie viel mehr die Umsetzung der Hygienemaßnahmen – Anbringen von zahllosen Schildern, Desinfektionsstationen – und der erhöhte Personalaufwand kosten werden, können die Verantwortlichen der Messe derzeit noch nicht beziffern. „Jetzt hoffen wir erst einmal auf viele Besucher und freuen uns auf die Interboot“, erklärt Kreidenweiß.

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