Es wahr wohl die schwerste Entscheidung, die der Vorstand der Bermatinger Bärenzunft je zu treffen hatte, doch die corona-bedingten Umstände ließen keine Wahl: „Aufgrund des gegebenen Anlasses fühlen wir uns gezwungen, die kommende Fasnet schweren Herzens abzusagen. Momentan macht es keinen Sinn, etwas zu planen“, berichtet Zunftmeister Robert Müller gegenüber dem SÜDKURIER.

Hygieneauflagen können nicht umgesetzt werden

Ausgehend vom jetzigen Stand mit all den rechtlich bindenden Hygieneauflagen der Landespolitik wäre das nicht die Fasnet, die man im Dorf kennen und lieben würde, sagt der Zunftmeister: „Wir als Bärenzunft können eine solche Verantwortung nicht tragen.“

Ein Bild mit Symbolcharakter aus dem vergangenen Jahr: Einen solch ausgelassenen und proppevollen Eröffnungsball wie in 2019 wird es im kommenden Jahr in Bermatingen nicht geben können.
Ein Bild mit Symbolcharakter aus dem vergangenen Jahr: Einen solch ausgelassenen und proppevollen Eröffnungsball wie in 2019 wird es im kommenden Jahr in Bermatingen nicht geben können. | Bild: Jan Manuel Heß

Verein hat keine Verfügungsmacht bei Verstößen

Müller führt im Gespräch mit dieser Zeitung ein klassisches Beispiel an, worauf ein Veranstalter nun auch noch intensiv achten müsste: „Wenn zum Beispiel Leute sich nicht an die Auflagen halten würden, müssten wir auch noch dafür sorgen, dass die Auflagen dennoch konsequent umgesetzt werden. Wir haben zwar einen Narrenpolizist, aber der hat andere Aufgaben.“

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Bei Corona-Entspannung eventuell kleinere Aktionen denkbar

Falls es bezüglich der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Regelungen bis Ende des Jahres tatsächlich noch eine Besserung geben sollte, werde man sicherlich kurzfristig etwas fasnächtliches auf die Beine stellen können. Aber momentan sehe es leider nicht danach aus, dämpft Müller zu große Erwartungen.

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