Die Corona-Pandemie hat nicht nur den Saisonstart verschoben, sondern lässt Rundflüge vorerst nur mit maximal acht Passagieren zu. Normalerweise sind es 14. Doch nicht nur für die Zeppelin-Reederei (DZR) hat das Virus den Flugplan durcheinander gewirbelt. Das gilt auch für jenen Partner, der mit seinem Schriftzug auf der Luftschiffhülle in den nächsten Wochen am Bodensee Werbung machen wird.

Beide Zeppeline der Zeppelin-Reederei stehen – noch – im Hangar in Friedrichshafen.
Beide Zeppeline der Zeppelin-Reederei stehen – noch – im Hangar in Friedrichshafen. | Bild: Goodyear Dunlop

Dabei ist Goodyear nicht irgendein Kunde für die Reederei: Der Reifenkonzern hat gleich drei Zeppelin NT gekauft, die ab 2014 nach Amerika ausgeliefert wurden. Der letzte hatte 2018 seinen Erstflug.

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Kurioserweise werden auch die drei Zeppeline in den USA „Goodyear-Blimp“ genannt, obwohl es keine Prallluftschiffe sind. „Wir sind stolz darauf, unsere langjährige Zusammenarbeit mit Goodyear fortzusetzen und auszubauen“, sagt DZR-Geschäftsführer Eckhard Breuer.

Für Goodyear ist der „Blimp“ eine Ikone

Für Goodyear ist der „Blimp“ eben eine Ikone und „die jüngste in einer Reihe von Investitionen in das Geschäft in Europa“, erklärte das Unternehmen gestern den Werbevertrag mit der DZR. Dabei geht es für den Reifenhersteller vor allem um sein Comeback als Lieferant im internationalen Rennsport, so bei der Langstrecken-WM oder der europäischen Le Mans-Serie.

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Der Konzern wollte den Zeppelin NT als Markenbotschafter bei Top-Events im Motorsport in Europa nutzen, so beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Nur: Alle Rennen bisher sind ausgefallen. Was in der zweiten Jahreshälfte noch stattfinden wird, bleibt abzuwarten.

Erster Testflug kurz vor dem Start der neuen Flugsaison.
Erster Testflug kurz vor dem Start der neuen Flugsaison. | Bild: Goodyear Dunlop

„Der Goodyear-Blimp fasziniert die Menschen weltweit seit fast einem Jahrhundert“, begeistert sich Mike Rytokoski, Vize-Präsident von Goodyear in Europa laut einer Pressemitteilung. Tatsächlich markiert dieser Werbedeal das jüngste Kapitel in einer fast einhundertjährigen Zusammenarbeit von Goodyear und Zeppelin. In den USA sieht man die „Blimps“ mit dem Logo des Reifenherstellers oft am Himmel, auch bei großen Sportveranstaltungen.

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Spektakuläre Aufnahmen von der Rennstrecke

Der Konzern aus Amerika sieht den Zeppelin NT aber nicht nur als reinen Werbeträger. Dank seiner ruhigen Flugeigenschaften sollen aus dem Luftschiff spektakuläre Luftaufnahmen vom Geschehen auf den Rennstrecken gemacht werden – dann zu sehen beim neuen Medienpartner Eurosport. Bis dahin wird er allerdings täglich zu Rundflügen vom Hangar in Friedrichshafen aus starten.

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