Insgesamt sehen diese gut aus, so lautete der Tenor von Bürgermeister Dieter Stauber: An den meisten Punkten, an denen im Herbst das Verkehrsaufkommen zwischen Immenstaad und Friedrichshafen-Waggershausen und den Zubringerstraßen erhoben wurde, deuten die Zahlen auf eine Entlastung hin. Doch es gibt Kritik an der Aussagekraft der Zahlen. Ortschaftsrat Bernd Caesar (SPD) gab zu Bedenken, dass die Zählungen zum einen außerhalb der Urlaubssaison und zum anderen in Zeiten von Corona stattfanden und damit nicht repräsentativ seien.

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Im Mai sollen in der Stadt erneut Messungen auf dem Hauptstraßennetz für den Lärmaktionsplan erfolgen. Auf dieser Basis sollen weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen geprüft werden. Caesar äußerte in diesem Zusammenhang Bedenken, da bei den neuen Messungen nur Straßen mit durchschnittlich mehr als 7500 Fahrzeugen pro Tag berücksichtigt werden sollen. Nach den bisherigen Erhebungen liegt der einzige Klufterner Zählpunkt in Efrizweiler mit 7158 Fahrzeugen pro Tag knapp darunter.

Ortsvorsteher Michael Nachbaur zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass ab Mai an mehreren Stellen und auch zur Hauptverkehrszeit gemessen werde. Dies sicherte Bürgermeister Dieter Stauber zu. Er erklärte auch, dass der Stadt die mangelnde Aussagekraft der erhobenen Daten bewusst sei. Die Verkehrszählung habe allein aufgrund der Corona-Ausnahmesituation nicht mehr im Sommer zur Hauptverkehrszeit durchgeführt werden können.

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Insgesamt hat man im Ortschaftsrat den Eindruck, dass der Durchgangsverkehr in Kluftern schon jetzt zugenommen hat. Und: „Uns hängt die Markdorfer Südumfahrung im Nacken“, sagte Ekkehard Reich (CDU). Nach deren Bau befürchtet man in Kluftern weitere Verkehrsbelastungen.

Peter Schwarzott (Freie Wähler) bekräftigte, dass die Pläne zum Umbau der Ortsdurchfahrt Kluftern dringend umgesetzt werden müssten. Er plädierte dafür, dass bereits in Lipbach mit Maßnahmen angesetzt werden müsse. Bernd Caesar verwies auf den Schülerverkehr: „Wer hier radelt, erlebt, dass Laster vorbeirauschen und einen mit ihrem Wind schier vom Fahrrad blasen. Da muss etwas getan werden, um Radfahrern und Fußgängern eine bessere Situation zu bieten.“

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