Ludwigsburg hat‘s gemacht, Esslingen und Bergheim, Stuttgart, Lörrach und Heilbronn auch. Sogar die Polizei im Land ehrte im Mai ihre besten Sportler mit einem großen Festakt. In Friedrichshafen allerdings fällt die Sportlerehrung auch 2022 aus – wegen Corona. Das ist zwar seit Monaten kein so richtiger Grund mehr, auf Konzerte und Feten, auf Theater und Kino und eben auch Ehrungen zu verzichten.

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Aber so um den Jahresbeginn herum gab es im Rathaus leider noch keine Planungssicherheit, ob man eine so große Veranstaltung wieder machen kann. Die findet ja üblicherweise im März statt, teilte das Rathaus jetzt im November mit – mit der definitiven Absage der Sportlerehrung. Vielleicht hat man zwischenzeitlich mit einer Ehrengala im Juni oder September geliebäugelt? Die Hürden waren wohl zu hoch, auch ohne Corona.

Die Sportler des Jahres 2018 auf der Bühne der Ludwig-Roos-Halle.
Die Sportler des Jahres 2018 auf der Bühne der Ludwig-Roos-Halle. | Bild: Mauro De Moliner

Während landauf, landab die erfolgreichsten Sportler nach zwei Jahren Zwangspause wieder auf die große Bühne durften, bekommen die Friedrichshafener Sportler nun also wieder Post vom Oberbürgermeister samt Häfler Geschenkgutschein. Wenn sie sich anstrengen und auch 2022 Meisterschaften gewinnen, dürfen sie vielleicht im März 2023 wieder in der Ludwig-Roos-Halle mit einem persönlichen Händedruck des OB rechnen. Planungssicherheit dürfte es ja inzwischen geben. Immerhin will CDU-Chef Merz Corona im nächsten Frühjahr offiziell für beendet erklären.

Händeschütteln? Lieber nicht

Obwohl: Dass mit dem Händeschütteln könnte trotzdem schwierig werden. Denn auf den persönlichen Händedruck will Andreas Brand beim Jahresempfang 2023 verzichten, hat das Rathaus mitgeteilt. Auch ohne Corona. Es gibt schließlich noch hygienische Gründe, warum er am 15. Januar die Bürgerinnen und Bürger nicht höchstselbst am untersten Treppenabsatz im großen Foyer per Handschlag begrüßt – so wie in all den Jahren zuvor. Auch wenn man sich drüber streiten kann, ob das je sein musste. Wenigstens findet der Jahresempfang in gut acht Wochen überhaupt wieder statt. Corona hin oder her.