Eva Plappert sitzt auf einer Bank und beobachtet die bummelnden Menschen und spielenden Kinder. „Wir sind hier runtergekommen, weil mein Mann bei den Amateurfunkern ist und die einen Stand aufgebaut haben. Auch das schöne Wetter hat uns angelockt. Und ich persönlich schaue mir gern viele Leute an. Das wird ja jetzt langsam schlechter, das Wetter wird schlechter.“ Daher wolle sie das noch genießen. „Wir lieben unser Städtle“, sagt sie.

Martin Smigoc freut sich darüber, dass so viele Menschen in der Stadt unterwegs sind.
Martin Smigoc freut sich darüber, dass so viele Menschen in der Stadt unterwegs sind. | Bild: Lena Reiner

Kunden holen sich Appetit auf Herbst- und Winterware

Auch Martin Smirgoc, Filialleiter des Schuhhauses Werdich, freut sich über die vielen Menschen, die in die Stadt gekommen sind. Dabei wirke sich das sommerliche Wetter positiv und negativ zugleich aus, wie er schildert: „Es lockt einerseits viele Menschen in die Innenstadt. Andererseits ist bei den Temperaturen die Lust auf Herbst- und Winterware verständlicherweise nicht so groß.“ Doch eben diese liege und stehe nun in den Regalen. Er freue sich dennoch und die Leute holten sich ja auch sozusagen „Appetit“.

Auf dem französischen Markt am oberen Buchhornplatz freuen sich Thoma Cordeé und Melina Gosso über Besucher.
Auf dem französischen Markt am oberen Buchhornplatz freuen sich Thoma Cordeé und Melina Gosso über Besucher. | Bild: Lena Reiner

Thoma Cordée verkauft süße und herzhafte Snacks auf dem französischen Markt am oberen Buchhornplatz. Er freut sich über die gute Stimmung, die Leute seien gut drauf, es sei viel los. „Das ist heute ein sehr guter Tag, die Menschen sind dankbar und zufrieden.“ Der Markt sei auch deutlich besser besucht als beim letzten Mal; die Nachfrage deutlich größer.

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Auf dem Adenauerplatz steht sogar eine Kletterwand.
Auf dem Adenauerplatz steht sogar eine Kletterwand. | Bild: Lena Reiner

Auf dem Adenauerplatz drängen sich die Menschen um ausgestellte Oldtimerfahrzeuge, Essensstände und eine Kletterwand und sie schauen Rock ‚n‘ Roll-Tänzen auf der Bühne zu. Auch in der Karlstraße hat sich eine Menschentraube gebildet; hier führt der Trachtenverein Friedrichshafen traditionelle Tänze vor.

Hubert Stiehle, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Notfunk Bodensee.
Hubert Stiehle, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Notfunk Bodensee. | Bild: Lena Reiner

Notfunk-Verein gibt Tipps zur Vorbereitung auf Blackout

Auch am Stand von Hubert Stiehle ist das Interesse der Menschen spürbar. Dabei gibt es hier keine Leckereien. Vielmehr klären Stiehle, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Notfunk Bodensee, und die anderen Aktiven über ein Thema auf, das keine Festlaune verbreitet. Sie erläutern denen, die es wissen möchten, wie man sich auf einen Blackout vorbereiten kann. „Es kommen andere Funker, aber auch normale Leute vorbei. Auch vom Roten Kreuz war schon jemand hier“, schildert er.

Die Amateurfunker klären mitten im bunten Treiben darüber auf, was bei einem Blackout zu beachten wäre.
Die Amateurfunker klären mitten im bunten Treiben darüber auf, was bei einem Blackout zu beachten wäre. | Bild: Lena Reiner

Vorsitzender Robert Traussnig ergänzt: „Das Bewusstsein für die Thematik ist da, von den 400 Flyern, die wir gedruckt haben, haben wir schon 300 verteilt. Die Leute wollen wissen, wie sie sich richtig vorbereiten.“ Obendrein hätten sie ihr Notfunkfahrzeug dabei, mit dem sie im Fall eines Blackouts Internet zur Verfügung stellen könnten. Derzeit befinde es sich in der Testphase. Laufe alles gut, werde das Projekt deutschlandweit ausgerollt.

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Das Karussell ist wie immer beliebt. | Bild: Lena Reiner