Sechs Bagger, mehrere Auto- und Gleisbaukräne sowie 50 Bauarbeiter leisteten am Wochenende ganze Arbeit. Eine Eisenbahnbrücke, die zuvor abseits der Strecke monatelang zusammengeschweißt worden war, wurde an ihre endgültige Position versetzt, damit der Autoverkehr auf dem Abschnitt der B 31-neu zwischen Efrizweiler und Spaltenstein unter den Bahnschienen hinwegrollen kann.

Eine Eisenbahnbrücke am Haken.
Eine Eisenbahnbrücke am Haken. | Bild: Singler, Julian

Brückenverschub ohne Probleme

Wie Reinhold Hertnagel, Bauoberleiter der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), bei einem Rundgang am Samstagmorgen berichtete, liefen die Arbeiten ganz nach Plan. "Wir haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit dem Gleisrückbau angefangen und den Schotter beseitigt. Freitagmorgen wurden beim alten Bahndamm rund 2 000 Kubikmeter Boden abgetragen", erklärt er.

Mit schwerem Gerät wird der Verschub der Bahnbrücke vorbereitet.
Mit schwerem Gerät wird der Verschub der Bahnbrücke vorbereitet. | Bild: Bauüberwachung ICL

Gegen 19 Uhr begannen die Arbeiter mit den Vorbereitungen für den aufwendigen Brückenverschub, der von 20 Uhr an etwa eine halbe Stunde in Anspruch nahm und, so Hertnagel, "völlig geräuschfrei" über die Bühne ging.

Der Bahndamm unterhalb der neuen Eisenbahnbrücke. Die Durchfahrtshöhe wird zukünftig 5,60 Meter betragen.
Der Bahndamm unterhalb der neuen Eisenbahnbrücke. Die Durchfahrtshöhe wird zukünftig 5,60 Meter betragen. | Bild: Singler, Julian
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"Dienstagfrüh um 4.30 Uhr soll der Zugverkehr wieder rollen", erklärt Hertnagel das Ziel der Deges. "Für die Brücken-Arbeiten haben wir insgesamt 100 Stunden Zeit, aktuell liegen wir sogar noch drei Stunden vor dem Plan", so der Bauoberleiter am Samstag.

Es war ein ziemlicher Kraftakt, eine ganze Brücke zu versetzen. Aber die Arbeiten liefen nach Plan.
Es war ein ziemlicher Kraftakt, eine ganze Brücke zu versetzen. Aber die Arbeiten liefen nach Plan. | Bild: Bauüberwachung ICL

Denn neben dem Versetzen der Brücke, sind noch allerhand Feinarbeiten nötig, bis der Zugverkehr wieder rollen kann. "Wir verbauen unter anderem knapp 600 Meter Kabel für die Bahn. Zum Schluss müssen wir prüfen, ob die Brücke sicher ist. Erst danach wird sie für den Verkehr freigegeben", erklärt Hernagel.

Bei den Arbeiten zum Verschub der neuen Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Fahrzeuge im Einsatz, wie hier dieser Merlo-Teleskoplader.
Bei den Arbeiten zum Verschub der neuen Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Fahrzeuge im Einsatz, wie hier dieser Merlo-Teleskoplader. | Bild: Singler, Julian
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Der Autoverkehr zwischen Efrizweiler und Spaltenstein wird momentan noch umgeleitet. Das wird nach Angaben der Deges noch bis etwa Mitte April so bleiben. "Wir bereiten aber schon vor, die Umfahrung außer Betrieb zu nehmen und auf die andere Seite zu verlagern", sagt Reinhold Hertnagel. Ab Mitte Juli könnten die Autos dann wieder auf der gewohnten Strecke fahren.

Die derzeitige Umfahrung zwischen Efrizweiler und Spaltenstein. Ab Mitte April soll sie außer Betrieb genommen und auf die andere Seite verlagert werden.
Die derzeitige Umfahrung zwischen Efrizweiler und Spaltenstein. Ab Mitte April soll sie außer Betrieb genommen und auf die andere Seite verlagert werden. | Bild: Singler, Julian

Ab April soll es richtig losgehen

Gegen ein Wetter ohne Regen, dafür aber mit Sonnenschein, hat wohl kaum einer etwas einzuwenden. Deges-Bauoberleiter Reinhold Hertnagel freut sich aber auch aus beruflichem Anlass über die aktuelle Witterungslage. "Für den Erdbau ist trockener Boden beziehungsweise dementsprechendes Wetter wichtig. Deshalb kann es mit den Arbeiten an der Bundesstraße ab April wieder richtig losgehen", erläutert er.

Bild: Bernd Caesar
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