CDU: Daniel Oberschelp sieht laut einer Pressemitteilung die jüngste Absage des Open Air Konzerts am GZH kritisch: „Die Absage auf Beschwerde von zwei Anwohnern empfinden viele Menschen in der Stadt nachvollziehbar als unnötig und grenzwertig“, so Oberschelp in der jüngsten Sitzung des Ausschusses Planen, Bauen und Umwelt (PBU). „Wenn solche Beschwerden einzelner das Stadtleben beeinträchtigen können, dann stehen bald Traditionsveranstaltungen wie Kulturufer, die lange Musiknacht oder gar das Seehasenfest auf dem Spiel“, bringt Daniel Oberschelp die sich aufdrängende Sorge der CDU Fraktion auf den Punkt.

Daniel Oberschelp
Daniel Oberschelp | Bild: SK

Ziel muss es sein, dass 2020 wieder Open-Air-Konzerte beim GZH stattfinden können. Noch in diesem Jahr und zeitnah sollte von der Stadtverwaltung geprüft werden, ob es möglich ist, einen kleinen Außenbereich zu schaffen. Die CDU-Gemeinderatsfraktion steht hinter den Open Air Konzerten.

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Grüne: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Regine Ankermann ist der Ansicht, dass die Diskussion gezeigt habe, dass es offenbar ein Anliegen vieler Menschen ist, das kulturelle Angebot in Friedrichshafen zu erweitern und die Stadt zu beleben. „Das sollte ein Impuls für die Verwaltung und die politischen Gremien sein, sich zu positionieren und die Rahmenbedingungen für zukünftige Veranstaltungen abzuklären.

Regine Ankermann
Regine Ankermann | Bild: SK

Um die Lärmbelästigung für betroffene Anwohner möglichst gering zu halten, sollten die Rahmenbedingungen optimiert werden. Dazu gehört beispielsweise, dass die Abbauarbeiten, die oft bis spät in die Nacht gehen, auf den nächsten Tag verschoben werden.“ Anna Hochmuth, die die Fraktion der Grünen künftig leiten wird, ergänzt: „Grundsätzlich gilt es, die Sorgen aller Bewohner zu berücksichtigen und im Streitfall mit den Streitparteien das Gespräch zu suchen und einen Kompromiss zu erzielen.“

Bild: Bündnis 90/Die Grünen

Die Absage der Open-Air-Konzerte sollte juristisch geklärt werden, meint Ankermann. „Sonst macht sich die Stadtverwaltung erpressbar.“

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FDP: Gaby Lamparsky findet es sehr bedauerlich, dass sich Einzelinteressen gegenüber Hunderten Konzertbesuchern durchgesetzt haben. „Wer in die Innenstadt zieht, sollte sich bewusst darüber sein, dass er sich für den lebendigen Teil einer Stadt entschieden hat“, meint Lamparsky.

Gaby Lamparsky
Gaby Lamparsky | Bild: SK

„2020 muss ein neuer mutiger Anlauf genommen werden für einige wenige Sommerkonzerte vor dem GZH“, fordert die FDP-Stadträtin. Ebenso sei der Gesetzgeber gefordert: Genauso wie es Ausnahmen für verkaufsoffene Sonntage gibt, müssten Ausnahmen in den Sommermonaten für Freiluftveranstaltungen und Außengastronomie möglich und geregelt sein.

SPD: Wolfgang Sigg, Fraktionsvorsitzender der SPD, bedauert die Entscheidung, die beiden Konzerte nach innen zu verlegen. „Allerdings können wir die Entscheidung verstehen, weil die Risiken, viel Geld zu verlieren, groß gewesen wären“, so Sigg.

Wolfgang Sigg
Wolfgang Sigg | Bild: Samuel Groesch

Er ist aber der Meinung, dass die Stadt eine Lösung finden muss, um 2020 wieder Open-Air-Konzerte stattfinden zu lassen.

ÖDP: Sylvia-Hiß Petrowitz findet es mehr als schade, dass es möglich ist, dass die Stadt und der Veranstalter auf diese Weise so massiv unter Druck gesetzt wurden. „Wir hätten befürwortet, dass man der Klage entgegen gesehen hätte. Die Unterschriftenaktion habe ich selbst unterzeichnet und es wäre schön, wenn sich Menschen nicht nur im sozialen Netzwerk einbringen, sondern sich auch mit Gemeinderäten treffen, um zu besprechen, was gemeinsam getan werden kann.“ Hiß-Petrowitz ist der Meinung, dass Events zukünftig nach allen Eventualitäten abgeklopft werden müssten, um eine möglichst unangreifbare Genehmigung erteilen zu können.

Sylvia Hiß-Petrowitz
Sylvia Hiß-Petrowitz | Bild: SK

Freie Wähler: Sie antworteten leider nicht auf die Anfrage des SÜDKURIER.

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