Nach nur einer Woche Schulbetrieb bleibt die Realschule St. Elisabeth ab heute bis vorerst Freitag, 25. September, „aufgrund der aktuellen Entwicklung der Pandemie“ geschlossen. Das teilte die Schulleitung der privaten Realschule am Sonntag auf ihrer Internetseite mit.

„Wir haben derzeit vier Kinder in vier Klassen unterschiedlicher Stufen, die das Virus unabhängig voneinander von außen mitgebracht, sich also nicht in der Schule infiziert haben“, erklärt Schulleiterin Sabine Schuler-Seckinger auf Nachfrage unserer Zeitung. Dabei handele es sich bei der Schulschließung um eine Entscheidung der Schulleitung und des Trägers, nicht um eine Anordnung des Gesundheitsamtes. Dies bestätigt Kreissprecher Robert Schwarz auf Anfrage.

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Da in jeder Klasse der Realschule fünf bis elf Lehrer unterrichten, seien durch die Infektionsfälle nun auch entsprechend viele Lehrer betroffen, so Schuler-Seckinger. Sie gelten als Kontaktperson 2 und sind deshalb gehalten, einen Coronatest machen zu lassen und bis dahin ihre Kontakte zu minimieren. Dadurch fehlen bis Mittwoch viele Lehrer.

Lehrerproblem macht Fernunterricht nötig

„Wir haben uns wegen der möglichen Ansteckungsgefahr dagegen entschieden, dass Lehrer, die in der Schule sind, zwei Klassen gleichzeitig betreuen, was ohnehin nur im Notfall vorgesehen ist“, so Sabine Schuler-Seckinger. Aus organisatorischen Gründen habe sich die Schulleitung in Absprache mit dem Träger darauf verständigt, bis Freitag den Präsenzunterricht auszusetzen, „nicht wegen des Infektionsgeschehens“, betont die Schulleiterin. Auch wenn der Fernunterricht heute noch nicht ganz rund laufe, würden die Lehrer über die Internet-Plattform der Schule in dieser Woche Aufgaben verschicken und online Kontakt zu den Schülern halten.

Schulleitung hofft auf Neustart am nächsten Montag

„Ich hoffe, dass wir am Montag den Reset-Knopf drücken und neu starten können“, so Schuler-Seckinger. Die Realschule ist nicht die einzige in Friedrichshafen, die von Neuinfektionen mit dem Covid-19-Virus betroffen ist. Stand Freitagnachmittag waren außerdem je eine Klasse in der Gemeinschaftsschule Schreienesch sowie in der Realschule Ailingen sowie zwei Gruppen in den Kindertagesstätten Wiggenhausen und Allmansweiler gemeldet.

Inzwischen ist ein weiterer Corona-Fall an der Gemeinschaftsschule Graf Soden vom Landratsamt bestätigt. Ein Schüler habe sich infiziert.

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