„Turnen ist einfach extrem vielfältig. Man braucht viel Kraft, Eleganz und Beweglichkeit. Diese Vielfältigkeit ist immer aufregend und macht Spaß“, sagt Sarah Burger. Die 18-Jährige, eine von sechs jungen Turnerinnen der Abteilung Kunstturnen des Turnvereins 1885 Überlingen, weiß genau, warum ihr Kunstturnen so viel Spaß macht. Die Mädchen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren wurden im Vorjahr Meister der Verbandsliga und stiegen in die Badische Oberliga auf. Jetzt sind sie für die Mannschaft des Jahres bei den Sportlerehrungen am 14. März nominiert. Neben Maria Ruf war für die jungen Frauen Melissa Bracko als Trainerin zuständig, die vor sechs Jahren selber Sportlerin des Jahres war.

Trainiert wird durchschnittlich bis zu vier Mal in der Woche, drei bis fünf Stunden täglich, wie Marisa de Almeida André erläutert. Die Schule lässt eben nicht mehr zu. Wettkampfmäßig in der Liga sind die jungen Turnerinnen vier Mal unterwegs, darunter kommt noch ein weiteres Mal, wenn man in die Relegation muss, erklärt Nicole Miller. „Und dann gibt es ja auch noch Einzelwettkämpfe“, sagt die 18-Jährige. Diese finden in ganz Baden-Württemberg statt. Wohin man fahren müsse, sei davon abhängig, wie viele Teams in der Oberliga vertreten seien, sagt Maria Ruf. Derzeit sind es acht Mannschaften aus ganz Baden: „Da wir am unteren Zipfel wohnen, müssen wir auch am weitesten fahren. Etwa nach Freiburg, Whyl und Karlsruhe. Mannheim ist der oberste Zipfel.“

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Die neue Ligarunde hat jetzt im Februar begonnen, zwei Wettkämpfe wurden seitdem absolviert. Der erste fand in der Burgbergturnhalle statt, in der Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden auf dem Programm standen. Hier wurde die TG Karlsruhe-Söllingen ihrer Favoritenrolle gerecht: Sie ließ mit 134,50 Punkten die anderen Mannschaften, TV Schiltach (125,25 Punkte), TV Muggensturm (124,50 Punkte) und die Überlinger Turnerinnen mit 124,10 Punkten hinter sich. „Man muss bedenken, dass unsere Mädchen im Vergleich zu den anderen Mannschaften die jüngsten sind“, sagt Maria Ruf. „Wir haben Nerven gezeigt und hatten viel zu viele Absteiger vom Schwebebalken.

Das Potenzial wäre da. Es sind gute Mädchen, die auch schwierig turnen, aber es fehlt noch ein bisschen die Sicherheit“, sagt die Trainerin. Nicht leicht werde es auch beim nächsten Wettkampf in Mannheim, wo sie gegen Bundeskaderturnerinnen antreten müssen, so Ruf. Und was ist das erklärte Ziel der jungen Turnerinnen? „Schön wäre es natürlich aufzusteigen. Aber in erster Linie wollen wir den Klassenerhalt schaffen. Darauf trainieren wir hin“, sagt Aleyna Ünal.

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