Hermann und Gertrud Zimmermann (geb. Steurer) haben von ihrem Haus aus einen weiten Blick auf den ganzen Überlinger See. Ihr Haus steht auf historischem Grund knapp unterhalb von Schloss Spetzgart.

Ortsvorsteher überbringt Glückwünsche

In diesen Tagen können die Jubilare ihre diamantene Hochzeit feiern. Aus diesem Anlass überbrachte am Hochzeitstag, 9. Mai, Ortsvorsteher Martin Keßler die Glückwünsche der Stadt und die Urkunde des Ministerpräsidenten. Das große Fest findet erst am kommenden Wochenende in der Turnhalle Hödingen statt. 140 Gäste sind eingeladen.

Ortsvorsteher Martin Keßler (links) gratuliert Gertrud und Hermann Zimmerman zur diamantenen Hochzeit.
Ortsvorsteher Martin Keßler (links) gratuliert Gertrud und Hermann Zimmerman zur diamantenen Hochzeit. | Bild: Lothar Fritz

Hermann Zimmermann war 51 Jahre lang Mitglied der Überlinger Schwerttanz-Kompanie und zehn Jahre Narrenmutter in Hödingen. Sein Schulfreund Johann Schappeler war Narrenvater. Er wurde im Haus Zwingenburg 1934 geboren, seine Frau kam 1937 in Nesselwangen zur Welt.

Ein Sohn, drei Töchter und acht Enkel

Aufgewachsen sind sie in Bauernhöfen mit Ackerbau und Viehzucht. Nach Abschluss der Volksschule arbeiteten sie in der Landwirtschaft ihrer Eltern mit. Bei Tanzveranstaltungen in den Dörfern lernten sie sich kennen. Die standesamtliche und kirchliche Trauung fanden direkt hintereinander statt, die anschließende Feier im Nesselwanger Gasthaus Adler. Aus der Ehe gingen Sohn Martin und die drei Töchter Renate, Inge und Andrea hervor. Inzwischen zählen auch acht erwachsene Enkel zur Großfamilie. Die Organisation des großen Fests liegt in den Händen von Tochter Renate.

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Gertrud Zimmermann erinnert sich noch lebhaft an die beschwerlichen Schotterwege, wenn sie mit dem Kinderwagen in die Stadt musste und anschließend wieder den Berg hinauf. Hermann Zimmermann übergab 1999 den Hof an seinen Sohn Martin. Die Jubilare genießen ihren Ruhestand und auch eine große Wertschätzung in der Dorfgemeinschaft. Was ihn immer noch sehr bewegt, sind seine Beobachtungen, die er als zehnjähriger Bub machte und dabei sah, wie die Häftlinge des KZ-Außenlagers unter strenger Bewachung von SS-Männern mit Schäferhunden zum Stollenbau marschieren mussten.