Helmut Ziegler, früher Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Salem, meldet sich zum SÜDKURIER-Bericht „Schlossleben in lebendiger Erinnerung“ zu Wort. Thomas Naumann, der von 1953 bis 1973 mit seiner Familie in Schloss Salem gelebt hatte, berichtete darin unter anderem vom Brand des Unteren Tors in den 60er Jahren.

„Feuer entstand durch Fahrlässigkeit“

Naumann, damals ein Jugendlicher, glaubte, den Brand im Jahr der Seegfrörnen, also 1963 erlebt zu haben. Dem widerspricht Ziegler, der als Feuerwehrmann dabei war. „Das Untere Tor brannte nicht im Februar 1963, sondern in der Nacht vom 23.
zum 24. Dezember 1962“, schreibt der einstige Gruppenführer. Auch sei es keine Brandstiftung gewesen: „Das Feuer entstand durch Fahrlässigkeit.“ Nach Angaben Zieglers war die Feuerwehr zwei Tage ununterbrochen vor Ort.

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Thomas Naumann und seine Familie saßen damals auf gepackten Koffern. Für den jungen Naumann fühlte es sich wie ein „großes Untergangsszenario“ an. Helmut Ziegler weist darauf hin, dass aufgrund der mehrtägigen Anwesenheit der Feuerwehr „nie eine Gefahr für die anderen Wohnbereiche“ bestanden habe. Ziegler: „Außerdem war der Brandherd etwa 100 Meter von den anderen Wohnbereichen entfernt. Also kein Grund zur Panik!“

Kein Einsatz der Schul-Feuerwehr

Naumann schilderte in seinen Erinnerungen ebenfalls einen Einsatz der Feuerwehr der Schule Schloss Salem. Diesem widersprach Brigitte Mohn, Archivarin im Kurt-Hahn-Archiv, bereits. Und auch Ziegler teilt mit: „Zum Einsatz der Schulfeuerwehr konnte es gar nicht kommen. Die Schüler befanden sich in den Weihnachtsferien.“

Die Schulfeuerwehr sei auch selten zu Brandeinsätzen gerufen worden. Sie sei aus Gründen der Ferienzeiten, Seminarzeiten, Schüler- und Ausbilderwechsel wenig einsatzfähig gewesen, berichtet der ehemalige Gruppenführer.

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