Ganz klassisch sei es gewesen, erinnert sich Sabrina Müller aus Salem-Beuren an den Heiratsantrag ihres Partners. Zumindest fast: „Er hatte eine ganz spezielle Vorstellung, wie und wo er es machen wollte, doch ich habe seine Pläne durchkreuzt, weil ich dort nicht hinwollte“, erzählt die 33-Jährige schmunzelnd. So hat Tobias Mader eben auf dem Sofa um die Hand seiner Liebsten angehalten.

Antrag am Ort des ersten Dates

Obwohl der 34-Jährige auf seine Frage ein „Ja!“ bekommen hatte, wiederholte er kürzlich seinen Antrag – dieses Mal so, wie er es ursprünglich im Sinn hatte. „Wir hatten unser erstes Date am Wetterkreuz auf dem Höhenweg zwischen Hagnau und Meersburg. Deshalb wollte ich auch dort den Antrag machen“, begründet der Bräutigam den doppelten Heiratsantrag.

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Es war Liebe auf den zweiten Blick

15 Jahre kennen sich beide schon, doch erst nachdem sie sich nach zehn Jahren mit lediglich sporadischem Kontakt wieder begegnet seien, habe es gefunkt. „Wir sind nach dem Abitur beide fürs Studium weggezogen und hatten andere Ziele verfolgt“, blickt Tobias Mader zurück. „Da hatte ich noch nicht erkannt, dass Sabrina meine Traumfrau ist.“

Sabrina Müller und Tobias Mader aus Salem haben ihre standesamtliche Hochzeit pandemiebedingt in den August verschoben: „Wir hoffen, dass wir alle dabeihaben dürfen, die wir dabeihaben möchten.“
Sabrina Müller und Tobias Mader aus Salem haben ihre standesamtliche Hochzeit pandemiebedingt in den August verschoben: „Wir hoffen, dass wir alle dabeihaben dürfen, die wir dabeihaben möchten.“ | Bild: Tobias Mader

Seit vier Jahren sind sie nun ein Paar, vor anderthalb Jahren kam die gemeinsame Tochter Lotta zur Welt. Eigentlich war die Hochzeit im Juni angesetzt, doch das Paar verlegte den Termin im Standesamt um zwei Monate in den August. Eine weitere Verschiebung ist jedoch nicht vorgesehen: „Wir werden standesamtlich heiraten“, bekräftigt die Eventmanagerin.

Beide träumen von einer kleinen Hofhochzeit

Bei der Gestaltung der Feierlichkeiten will sich das Paar nach den dann geltenden Regelungen richten. „Wenn es die Situation im August zulässt, möchten wir eine kleine Hofhochzeit machen“, sagt Sabrina Müller. Tobias Mader ist Vollzeit-Obstbauer in Frickingen, weshalb die Lokalität für die Feier schnell gesetzt war. Die Eventmanagerin träumt von einem lockeren, rustikalen Scheunenfest mit viel frischer Luft: „Wir hoffen, dass wir alle dabeihaben dürfen, die wir dabeihaben möchten.“ Das wären um die 50 Personen – eine „Tiny-Hochzeit“, wie die Fachfrau augenzwinkernd erklärt.

„Wir werden nur dann so feiern wie geplant, wenn man es darf.“
Sabrina Müller

Sollte die pandemische Lage die Traumhochzeit nicht zulassen, würde sich die Gästeliste auf Eltern, Geschwister und die Trauzeugen beschränken. „Wir werden nur dann so feiern wie geplant, wenn man es darf“, sagt die 33-Jährige und betont, dass sie die Regeln für sinnvoll erachte. „Wir wollen auch unsere Gäste nicht in die Bredouille bringen.“

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Zweite Chance auf ein großes Fest: Die kirchliche Trauung ist 2023 geplant

Falls der Rahmen klein bleiben müsste, besteht für das Paar eine weitere Chance auf ein großes Fest: Im Sommer 2023 möchten Sabrina Müller und Tobias Mader kirchlich heiraten – dann hoffentlich ohne Einschränkungen durch eine Pandemie. Die Ursache für die späte Terminierung liegt in einem Herzenswunsch begründet: „Wir möchten gern ein zweites Kind“, offenbaren die jungen Eltern. Auch wenn sie bereits mehrfach erlebt haben, dass man alles nur bedingt planen kann, hegen sie die Hoffnung, dass Lotta bei der zweiten Trauzeremonie schon ein Geschwisterchen haben werde: „Die zweite Hochzeit möchten wir dann als komplette Familie mit beiden Kindern feiern.“