Salem – Es ist 21.04 Uhr, als der beeindruckende Vorhang fällt und die Bühne für die Scorpions freigegeben wird. 5000 Besucher empfangen die deutschen Kult-Rocker, denen man ihr Alter überhaupt nicht ansieht, mit einem tosenden Applaus und singen vom ersten Lied an mit.

Mit 70 Jahren noch voll dabei

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Sänger Klaus Meine macht mit seinen 70 Jahren noch so manchem Jung-Rocker etwas vor. Und Gitarrist Rudolf Schenker springt mit seinen 69 Jahren auf der Bühne herum wie ein Jungbrunnen.

Vater und Sohn und die Scorpions

Wenn der Vater mit dem Sohne: Siegfried Maier (links) und Michael Maier aus Tuttlingen in Salem.
Wenn der Vater mit dem Sohne: Siegfried Maier (links) und Michael Maier aus Tuttlingen in Salem. | Bild: Reiner Jäckle

Dass die Musik der Scorpions auch bei den jungen Menschen ankommt, zeigt das buntgemischte Publikum, in dem gleich drei Generationen vertreten sind. Da sind zum Beispiel Siegfried und Michael Maier aus Tuttlingen. Der Vater ist mit seinem Sohn nach Salem gekommen. „Ich habe fast alle Platten und CDs von den Scorpions“, sagt Siegfried Maier. Und Sohn Michael erzählt, wie er über seinen Vater zur Musik gekommen ist und die Scorpions zur Familienbande gehören.

Schon ewig Fans, aber erstes Konzert

Sabine Bojanic (rechts) und Gerhard Brugger sind zum ersten Mal bei einem Scorpions-Konzert, hören die Musik aber schon ihr Leben lang.
Sabine Bojanic (rechts) und Gerhard Brugger sind zum ersten Mal bei einem Scorpions-Konzert, hören die Musik aber schon ihr Leben lang. | Bild: Reiner Jäckle

Aus Tettnang sind Sabine Bojanic und Gerhard Brugger angereist. „Wir hören die Musik schon ewig, sind aber zum ersten Mal bei einem Scorpions-Konzert“, erzählen sie. „Das muss man doch ausnutzen, wenn eine so tolle Band in unsere Region kommt.“

Erstes Konzert 1993 in Budapest

Ildiko Pongracz (links) und Balazs Mester aus Daisendorf haben die Scorpions schon sehr oft gesehen.
Ildiko Pongracz (links) und Balazs Mester aus Daisendorf haben die Scorpions schon sehr oft gesehen. | Bild: Reiner Jäckle

Ein regelmäßiger Scorpions-Konzertbesucher ist Balazs Mester aus Daisendorf, der mit Ildiko Pongracz in den Schlosspark gekommen ist. „Ich habe die Band 1993 als 13-Jähriger zum ersten Mal in Budapest gehört“, erzählt er. „Damals hat mich mein Vater mitgenommen.“ Und seitdem liebt er diese Musik.

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Mittlerweile war er schon bei Konzerten unter anderem in der Schweiz, in Wien, Stuttgart, Kempten und mehr. „Ich kam tatsächlich über den Song ‚Wind of Change‘ zur Zeit der Öffnung des Ostblocks auf die Scorpions“, berichtet Balazs Mester. In Schloss Salem sind die beiden zum ersten Mal und von dem Ambiente begeistert. „Es ist toll hier. Viel besser als in einem Stadion“, sagt Ildiko Pongracz.

Als Jugendlicher eine Jeansjacke mit Scorpions-Schriftzug

Der Überlinger Manfred Heck freut sich auf sein siebtes Scorpions-Konzert.
Der Überlinger Manfred Heck freut sich auf sein siebtes Scorpions-Konzert. | Bild: Reiner Jäckle

Ebenfalls ein glühender Scorpions-Fan ist Manfred Heck aus Überlingen. „Ich hatte als Jugendlicher eine Jeansjacke mit gesticktem Scorpions-Schriftzug“, erzählt er. „Bei der Musik kommen einfach Jugenderinnerungen auf.“ Zu den Balladen habe er zum ersten Mal geknutscht. „Ich habe die Scorpions schon sechs Mal gesehen“, sagt Manfred Heck, der zu einem regelmäßigen Besucher der Schloss Salem Open Airs gehört. „Es ist ein sensationelles Ambiente mit Wohnzimmer-Atmosphäre.“