Für die Sanierung und den Umbau der Sommertalschule bewilligte der Gemeinderat ein zusätzliches Maßnahmenbündel für rund 400 000 Euro, das der Gestaltungsbeirat empfohlen hatte. Enthalten sind in dem Paket Instandsetzungsarbeiten wie die Erneuerung von Bodenbelägen und Überarbeitung von Fenstern, Sonnenschutz im Dachgeschoss, die Möblierung der Mensa und anderer Räume, die Umorganisation der Schulleitungsräumlichkeiten, die Ertüchtigung einer Treppe sowie die Neugestaltung von Außenanlagen.

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Bauamt geht von Fördermittelanteil zwischen 33 und 38 Prozent aus

Bernd Engesser vom Bauamt und Architekt Tobias Müller lobten vorab die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat und kündigten an, dass voraussichtlich mit einem Fördermittelanteil zwischen 33 und 38 Prozent zu rechnen sei.

Medienkonzept im Altbau wird verschoben

Das Medienkonzept im Altbau, das ebenfalls auf der Agenda stand, hätten Verwaltung und Schulleitung verschoben, da noch keine konkreten Förderprogramme des Landes und des Bundes vorlägen, erklärte Engesser. Spätestens nach der Sommerpause werde man das Thema aber angehen.

So soll die Sommertalschule künftig aussehen, links im Bild der Anbau inklusive Mensa, die derzeit entsteht und im kommenden Sommer fertig sein soll.
So soll die Sommertalschule künftig aussehen, links im Bild der Anbau inklusive Mensa, die derzeit entsteht und im kommenden Sommer fertig sein soll. | Bild: Planungsbüro mmp

Böden und Fenster im Ostbau werden verbessert

Architekt Müller stellte die vorgesehenen Arbeiten im Einzelnen vor: Im Ostbau werden Bodenbeläge und an den Fenstern Dichtungen, Beschläge und Scheiben erneuert. Diese Überarbeitung rechne sich, da der "Kern der Fenster ziemlich gut sei", antwortete Müller auf die Nachfrage von Peter Krause (Umbo), ob ein kompletter Austausch nicht sinnvoller wäre. Das Oberlicht des Dachgeschosses, wo es im Sommer bis zu 40 Grad heiß werden könne, wird künftig durch eine außen liegende Markise geschützt.

Sitzstufen im Außenbereich nahe der neuen Mensa

Das bisherige Konrektorat wird verlegt, sodass künftig das Rektorat und das Sekretariat direkt miteinander verbunden sind. Bei der Möblierung der Mensa und des Schüleraufenthaltsraums entschied sich der Beirat für Stühle und Klapptische aus Eiche und Metall, die Stühle seien sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet. Der Boden der Mensa wird mit Feinsteinzeugplatten versehen, die auch mit dem Bodenbelag des Außenbereichs harmonieren sollen.

Bei der Gestaltung der Außenanlagen geht es vorerst nur um den Nahbereich der Mensa, zwischen diesem Neubau und der Festhalle. Die dortige Rampe will man abbrechen und durch Sitzstufen ersetzen. Boris Mattes (SPD) hatte bei diesem Punkt Bedenken wegen der Feuerwehrzufahrt. Das habe man abgeklärt, das sei unproblematisch, sagte Müller. Mattes schlug dennoch vor, die örtliche Feuerwehr solle dort vielleicht eine Probe abhalten und die Situation testen.

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Die meisten Investitionen gibt es im Ostflügel

Das bestehende Treppenhaus, das nicht mehr den Auflagen entspricht, wird durch den Einbau einer Stahl-Glas-Konstruktion absturzsicher gemacht. Markus Waibel (FW), der auch Mitglied im Gestaltungsbeirat ist, fasste nach der Präsentation zusammen, die meisten dieser Investitionen erfolgten im Ostflügel, wo heute hauptsächlich die Grundschule untergebracht sei. Was diese Schulart angehe, sei derzeit politisch viel im Fluss, da könne sich in Zukunft einiges ändern. "Da fühlt man sich als Stadt oftmals alleingelassen", sagte Waibel. Denn bevor die Stadt 400 000 Euro in diesen Bereich stecke, "sollten wir wissen, was in den nächsten zehn bis 15 Jahren passiert, sonst laufen wir in die nächste Großbaustelle rein".

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Rat bewilligt Paket bei drei Enthaltungen

Trotz solcher Unwägbarkeiten bewilligte der Rat das Paket bei drei Enthaltungen (Christine Ludwig, Grüne, Georg Dreher und Werner Endres, beide CDU). Monika Biemann sagte, sie sei "geschockt von den Kosten". Sie und Alexandra Mahl (beide Umweltgruppe) hatten ferner Sicherheitsbedenken wegen einer Küche im Schülercafé, die aber niemand teilte und die von der Verwaltung widerlegt wurden.