Im Zuge des Corona-Ausbruchs im Markdorfer Pflegeheim St. Franziskus sind zwei Bewohner, die sich mit dem Virus infiziert hatten, verstorben. Beide Bewohner seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten auch an Vorerkrankungen gelitten, teilte Spitalfonds-Leiter Ralf Scharbach am Freitag auf Anfrage mit. Eine der beiden Personen sei am Ende ihrer Quarantäne verstorben, als sie bereits wieder fast virenfrei war. Im Pflegeheim hatten sich dem Stand von Freitag, 22. Januar, zufolge 29 der 36 Bewohner mit dem Virus infiziert gehabt, einige seien aktuell wieder am Ende ihrer Quarantäne angelangt. Sieben Bewohner seien seit dem Ausbruch vor knapp zwei Wochen permanent negativ getestet worden, so Scharbach.

Sieben Bewohner sind aktuell noch in Quarantäne

Im Laufe der aktuellen Woche seien nochmals einige weitere Bewohner positiv getestet worden. Am Dienstag vergangener Woche waren 23 Bewohner infiziert gewesen. Das Virus war in dem Pflegeheim Ende der ersten Januarwoche ausgebrochen, direkt danach wurden die infizierten von den nicht infizierten Bewohnern separiert, ebenso die acht infizierten Pflegekräfte, von denen sechs inzwischen die Quarantäne wieder verlassen hätten. Aktuell befänden sich laut Scharbach noch sieben Bewohner in der Quarantäne. Im Laufe der kommenden Woche werde die Quarantäne für alle derzeit noch infizierten Bewohner zu Ende gehen.

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Er hoffe, dass das Haus dann wieder coronafrei sei und nicht noch einmal weitere Fälle hinzukämen, so Scharbach. Alle Bewohner, deren Quarantäne ende, würden nochmals mit einem PCR-Test getestet werden. „Wenn die Virenlast dann unter einem bestimmten Wert ist, dürfen sie die Quarantäne verlassen“, so der Heimleiter.

29 der derzeit 36 Bewohner des Pflegeheims St. Franziskus waren oder sind noch mit dem Corona-Virus infiziert. Für die meisten endet noch in dieser oder Anfang nächster Woche die Quarantäne.
29 der derzeit 36 Bewohner des Pflegeheims St. Franziskus waren oder sind noch mit dem Corona-Virus infiziert. Für die meisten endet noch in dieser oder Anfang nächster Woche die Quarantäne. | Bild: Grupp, Helmar

Die meisten der infizierten Bewohner hatten laut Scharbach nur leichte bis mittelschwere Symptome gezeigt. Abgesehen von dem einen Bewohner, der bereits in der vergangenen Woche mit jedoch nicht bedrohlichen Symptomen in die Klinik gebracht werden musste, habe man keine weiteren Bewohner ins Krankenhaus bringen lassen müssen.

Isolation ist das größte Problem

Das größte Problem für die betroffenen Heimbewohner sei definitiv die Isolation in der Quarantäne. „Das ist eine sehr große Belastung für die Menschen“, berichtet Scharbach. Sollte das Heim in der kommenden Woche coronafrei sein, werde er wieder auf das Landratsamt mit der Bitte um einen Termin für den mobilen Impfservice zugehen.

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Direkt vor dem Corona-Ausbruch in St. Franziskus hatte sich das Pflegeheim fast „auf der Zielgeraden“ befunden, wie es Scharbach vor Wochenfrist formulierte: Ein Impftermin für das Haus war bereits vereinbart. Nachdem sich die ersten Bewohner vor zwei Wochen infiziert hatten, hatte der aber wieder abgesagt werden müssen.