Therapiepferd Hanno sei inzwischen wieder voll im Dienst. Jeden Mittwoch trägt er geduldig die ihm anvertrauten Patienten auf seinem Rücken. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen. Menschen, deren Bewegungsapparat durch den gleichmäßigen Gang des Pferdes stimuliert wird. „Sicher müssen wir immer noch aufpassen“, erläutert Katja Rieth, ebenfalls Vorstandsmitglied des Vereins. Nach der schweren Kolik im November und nach den hinzugekommenen ganz erheblichen Komplikationen in Hannos Verdauungstrakt galt es überaus vorsichtig zu sein beim Füttern. Das Pferd vertrage derzeit nur sehr kleine Portionen. Heu bekomme Hanno immer noch sehr wenig. Und zu jeder Mahlzeit müsse viel Flüssigkeit hinzugegeben werden, berichten Rieth und Weiss.

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Rein äußerlich sei Hanno wieder fast der Alte, findet Eva Weiss. Sie kann sich gut an ihren großen Schrecken erinnern, als sie das schwerkranke Pferd zum ersten Mal in der Klinik besucht hat. „Er hatte tiefe Höhlen um die Augen – Pferde werden von Krankheit genau so gezeichnet wie wir Menschen.“ Im Verein seien alle sehr dankbar, berichtet Katja Rieth. Dafür, dass Hanno nicht aufgegeben wurde in der Klinik, dies sei „ganz gewiss keine Selbstverständlichkeit“. Auch darüber, dass Hanno überhaupt wieder genesen ist. Und noch für die große Hilfsbereitschaft, die die teure Behandlung überhaupt erst möglich gemacht habe. „Von allen Seiten kamen Spenden, von Kindern, aus Vereinen und von ehemaligen Patienten“, so Rieth. Von Patienten, denen Hanno oder einer seiner Vorgänger geholfen haben.

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