Anlässlich des Volkstrauertags am Sonntag, 17. November, organisiert die Stadt wieder eine Gedenkstunde. Bürgermeister Georg Riedmann wird zum Totengedenken sprechen. Und wie schon seit einigen Jahren wird wieder eine Schülerin des Gymnasiums am Bildungszentrum eine Rede zum Themenkreis Erinnern, Gedenken – Krieg, Gewalt und Frieden halten. In diesem Jahr ist es Ida Knecht, die vor den Zuhörern in der Aussegnungshalle spricht.

Rede vor so vielen Menschen „eine ziemliche Herausforderung“

„Natürlich bin ich schon etwas aufgeregt“, antwortet die 17-Jährige. Vor so vielen Menschen eine Rede zu halten, das sei doch eine ziemliche Herausforderung. Auch für sie, die sich in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert und durchaus gewohnt ist, auch vor größeren Gruppen zu sprechen, erklärt Ida Knecht.

Wie kann der Frieden gewahrt werden?

Ihr Thema am Sonntag sei der Frieden beziehungsweise die Frage, wie der Frieden gewahrt werden könne. „Mich hat schon beschäftigt, ob für uns, die wir die Schrecken des Krieges nicht miterlebt haben, der Frieden nicht schon viel zu selbstverständlich ist“, deutet die Schülerin ihre Sorge an, dass bewaffnete Konflikte auf die leichte Schulter genommen und der Wert des friedlichen Miteinanders unterschätzt werden könnten.

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Blick auf Gewalt im Alltag

Ihr gehe es aber nicht nur um die große Politik, um das Mächtespiel zwischen den Nationen. Die Schülerin hat sich im Laufe ihrer Vorbereitungen auf die Rede ganz grundsätzlich mit der Gewalt befasst – auch jener, die im Alltag begegnet. Daher lenkt sie den Blick auf den Beitrag, den jeder einzelne einbringen kann, um Gewalt zu vermeiden und der Gesellschaft ein friedfertiges Gesicht zu geben.

Lehrerin Margit Looser wählt seit sieben Jahren Schüler für Rede aus

Margit Looser sagt: „Mir ist gar nicht bange.“ Die Gymnasiallehrerin wählt seit sieben Jahren Schüler aus, die am Volkstrauertag vor den Markdorfer Bürgern sprechen. Rückblickend staune sie, mit welcher Reife und mit welchem Tiefgang sich die Jugendlichen dem Thema stellen. „Für mich war das zum größten Teil unglaublich bereichernd“, erklärt Margit Looser. Und nicht nur für sie. „Mich erreichen Dankesbriefe und ich werde auf der Straße angesprochen“ – von bewegten und ergriffenen Menschen aus Markdorf.

Die Gedenkstunde beginnt um 11.15 Uhr.