Auch wenn es gerade nicht so aussieht: Täglich droht Herbstwetter – mit Regen, Wind und niedrigen Temperaturen. Und ausgerechnet jetzt endet die Erntesaison für Blumenkohl, jenes Gemüse, das so gesund ist. Neben üppig vorhandenem Vitamin K, zahlreichen B-Vitaminen und reichlich Mineralstoffen enthält das Kreuzblüter-Gewächs, das mit zurückkehrenden Kreuzfahrern in nördliche Gefilde gelangte, auch viel Vitamin C. „Sobald der erste Frost kommt“, erklärt Gregor Eber, „ist Schluss mit dem Blumenkohl.“ Dann gibt‘s erst im Frühjahr wieder frische Köpfe, kündigt der Landwirt aus dem Deggenhausertal an.

Rezept für überbackenen Blumenkohl

Laut Wetterdienst liegt die Bodenfrostwahrscheinlichkeit für die Region in diesen Tagen bei 20 Prozent. Erfahrungsgemäß, so Bauer Eber, „könnte es derzeit jederzeit Minustemperaturen haben – morgen früh, übermorgen früh oder erst nächste Woche.“

Blumenkohl gedeiht unter Schutznetzen

Doch zurück zu Ebers Blumenkohl. Den baue er unter weitestgehendem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel an. Das erlauben ihm die feinen Maschen seiner Kulturschutznetze, die er auf einer Fläche von 800 Quadratmetern über das Gemüse spannt. Sie lassen weder die Kohlfliege, noch den Kohlweißling oder andere Schädlinge an die von ihnen heiß begehrten Blütenknospen.

Blumenkohl auch als Salat lecker

In der Küche erweist sich Blumenkohl als wahrer Tausendsassa. Er lässt sich kochen, dünsten, garen und roh verspeisen. „Am liebsten mit Käsesoße und mit Salzkartoffeln“ isst Gregor Eber seinen Blumenkohl. Die Zeit dazu sei ja in diesen Wochen. Bedauerlich findet der Landwirt, „dass so wenig Leute wissen, wie lecker ein als Salat zubereiteter Blumenkohl ist“.