Alle wollen Elstar. „Weil das ein Apfel ist, der zugleich süßlich, aber auch ein bisschen säuerlich schmeckt“, erklärt Erich Röhrenbach. Der Obstbauer aus Immenstaad-Kippenhausen bietet an seinem Stand auf dem Markdorfer Wochenmarkt natürlich auch all die anderen gängigen Sorten an: Gala, Fuji, Jonagold, und, und... Doch seine Kunden kommen immer wieder auf Elstar zurück. So viel gebe die Ernte kaum her. Die sei nun auch zu Ende, mit dem sich neigenden Herbst.

Apfelkuchen

„Eigentlich schade um unsere schönen alten Sorten“

„Ich finde es eigentlich sehr schade um unsere schönen alten Sorten“, erklärt Obstbauer Röhrenbach. Er weist auf die vor ihm stehende Kiste mit Cox-Orange-Äpfeln. Und auch der gute alte Boskop werde immer weniger nachgefragt. Sicher, zum Backen tauge der Elstar mindestens ebenso gut. Während er dies noch ausspricht, schüttelt Röhrenbach den Kopf. Mit diesem Hinweis, schiebt er gleich hinterher, steigere er die Nachfrage nach Elstar womöglich noch zusätzlich.

Gala und Fuji sind ausgesprochene Kinderäpfel

Wie um nun davon abzulenken, weist er auf die Kiste mit Gala. „Das sind ausgesprochene Kinderäpfel“, klein, rot und ziemlich süß. Kaum weniger beliebt bei den kleinen Naschern seien auch die Fuji-Äpfel. Die könnten allerdings beide, trotz ihrer Beliebtheit, nicht mithalten mit dem aus den Niederlanden kommenden und dort seit 1955 gezüchteten Elstar. Der Apfel ist übrigens relativ resistent gegen Pflanzenkrankheiten – was ihn durchaus auch bei Apfelbauern beliebt sein lässt.